Monat: März 2015

Unzumautbar

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Unzumautbar

Wie hat schon Sokrates gesagt: „Kein Wunder, dass, wenn man den Anus zum Denken benutzt, nur Scheiße rauskommt!“

Oder wie ich sagen würde: „Stammtisch schlägt Stammhirn!“

Ich bin ja ein bekennender Fan des Spruchs „Dümmer geht immer!“ Schließlich zeigt uns das Leben quasi jeden Tag, dass es tatsächlich immer noch dümmer geht…! Aber jetzt mach ich mir ernsthaft Sorgen. Denn geht’s tatsächlich noch dümmer…?!

Endlich ist es so weit! Die Bundesregierung hat die Ausländermaut beschlossen (oder wie auch immer die Ausländermaut nun heißen soll)! Bravo! Die CSU durfte ihre prallen Eier zeigen. Besonders Seehofer durfte seine riesigen Eier zeigen. Und auch Dobrindt durfte seine nicht ganz sooo riesigen Eier zeigen und behaupten, dass sie aber natürlich total riesig seien. Aber bitte! Ist ja bald Ostern! Sollen doch alle ihre Eier zeigen. Und ausblasen und anmalen! (Aprospos Eier: Was hält eigentlich Olli Kahn von der Ausländermaut?)

Aber bitte…! Jede Partei, also auch die CSU, hat das Grundrecht, sich in der Öffentlichkeit, so gut es ihr möglich ist, lächerlich zu machen. Bitte! Aber wenn man sich nach hartnäckigem und erfolgreichem Durchprügeln der eigenen Lächerlichkeit auch noch hinstellt und sich dafür feiern lässt, dann fehlt neben Restverstand auch offensichtlich Demut. Dafür meinen angewiderten Respekt. Denn das könnte kein Kritiker der Welt treffender und enthüllender hinbekommen als ihr selbst.

Bravo! Vielen Dank für so viel Selbstbesoffenheit, lieber Dobrindt, Seehofer und liebe Artgenossen! Schade nur, dass man dich, liebe CSU, in anderen Bundesländern dafür nicht nichtwählen kann. Das wäre mir nämlich eine persönlich Freude! Drum lass ich es Euch auf diesem Weg wissen: Ich wähle Euch Trottel nicht! Selbst aus Baden-Württemberg!

So! Jetzt muss ich erstmal kotzen. Es geht aber gleich weiter!

Zum zweiten Teil:

https://tommiboe.wordpress.com/2015/04/07/unzumautbar-teil-2/

Rizinöser Apfelsaft

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Rizinöser Apfelsaft

Nach meiner Schulter-OP vor zehn Jahren verbrachte ich noch einige Tage in der Uniklinik in Marburg. Ein Side-Effect meines zumeist liegenden Aufenthalts war, dass neben meinem Kreislauf auch die Peristaltik meines Magen-Darmtrakts stark heruntergefahren war. Das bedeutet, die tägliche orale Nahrungsaufnahme funktionierte, aber irgendwo auf dem Weg zur gegenüber liegende Körperöffnung hatte sich ein Stillstand eingestellt.
Ich weiß nicht, wann Ihr das letzte Mal drei Tage ohne Bewegung im Bett gelegen habt. Aber irgendwann stellt man sich die Überlegung an, wie das weitergehen soll und was die Folgen für die unteren Verdauungsorgane sein könnten. Wer weiß schon, wie groß (in Kubikmetern) das Fassungsvermögen des Dickdarms war?
Um der Peristaltik auf die Sprünge zu helfen, bietet sich Bewegung an. So sind zum Beispiel keine Fälle von Verstopfung bei Trampolinspringern bekannt. Das regelt sich von alleine! Was bei mir ja normalerweise hilft, ist Kaffee. Der aufmerksame Leser vermutet richtig. „Normalerweise“ heißt hier: nicht in diesem Fall!
Am dritten Morgen fragte ich das Personal beim Abräumen des Frühstücks, ob es sich beim servierten Kaffee denn um koffeinfreien handele. Die zuständige Schwester bejahte dies. Wie ich denn darauf komme. Naja, drei Tage ohne WC-Besuch seien bei mir nun mal selten und ich habe eigentlich eine sehr koffeinaffine Peristaltik. Ah so! Sie verstehe. Sie werde mir dann mal einen warmen naturtrüben Apfelsaft bringen – zwinker, zwinker. Das werde schon helfen!
What…?! Warmer Apfelsaft? Zwinker, zwinker? Hatte ich da etwas verpasst? Wo war ich hier doch gleich? „Ergänzen Sie bitte möglichst spontan!“ Krankenhaus, Verstopfung, Schulmedizin…! Na? Naturtrüber Apfelsaft, natürlich! Konnte man mir, wo ich schon mal im Krankenhaus war, nicht ein seriöses Angebot gegen meine Verstopfung anbieten? Warmer Apfelsaft? Sah ich so naiv aus? Ich glaubte ja auch nicht an „Brustvergrößerung durch Handauflegen“, obwohl ich das Jahrelang praktiziert hatte.
Fünf Minuten später hatte ich ein Glas mit warmem, naturtrübem Apfelsaft in der Hand. Ich sagte artig Danke und lächelte dazu. Nun gut. Was konnte es schon schaden? Meine Erwartungshaltung war so gering, dass sie enttäuscht werden musste. Denn kaum runtergeschluckt, spürte ich schon ein Rauschen im Magen. Kann man ein Rauschen im Magen spüren? Ohhh ja! Hmm, interessant! Kurz nach dem Magen kommt der Zwölffingerdarm. Das ist zwar nichts Neues, aber gespürt und gehört hatte ich ihn, meiner Erinnerung nach, noch nicht derart deutlich. Hmm, hört, hört!
Gedanklich und akustisch (!) folgte ich dem Saft auf dem Weg durch meine Innereien: Dünndarm (aha!). Zum Rauschen kamen ein Zischen und Gurgeln, sodass mein Zimmernachbar aufwachte, also der im Nachbarzimmer!
(*Anmerkung: In meiner Zeit in Sachsen-Anhalt lernte ich den schönen Ausdruck „Wanstrammeln“ für Bauchschmerzen kennen. Dies war so ein Moment, in dem es ordentlich in meinem Wanst rammelte!)
Ich hörte ein Klappern. Hmm, was das die Bauhin-Klappe gewesen? Dann hatte das Reinigungskommando jetzt den Dickdarm erreicht. Wie lange blieb mir wohl noch, wenn der Apfelsaft in gleichen Geschwindigkeit die restlichen 1,5 Meter Dickdarm zurücklegte? Ich sparte mir den schriftlichen Rechenweg und ging vorsichtshalber direkt aufs Klo. Gute Entscheidung! Denn eine knappe Minute später war ich auch schon meine dreitägigen Sorgen los.
Soso! dachte ich. Warmer naturtrüber Apfelsaft also…? Nicht schlecht! – Aber aber! nörgelte mein inneres Team für Misstrauen und Verschwörungstheorien. Vielleicht lachten sich die Schwestern auf dem Schwesternzimmer auch bereits kaputt, da sie mir, natürlich unbemerkt, einige Tropfen Rizinusöl in den Saft geträufelt hatten. Hmm, ja was denn nun…?!

Als ich aus dem Krankenhaus kam, befragte ich meine Oma, was sie denn davon halte. Ihre Antwort: „Ich hätte dir eine Flasche Bier verschrieben! Denn: Hopfen sorgt für freie Fahrt!“
Und wer erinnert sich nicht an eine solche Hopfensituation? Am Morgen nach einer bierseligen Nacht geht einem besagtes Geschäft doch recht leicht vom Darm!

Die Frage bleibt, hätte mir die Schwester im Krankenhaus auch wahlweise ein Bier ans Bett gebracht? Vielleicht ein naturtrübes…? Vielleicht beim nächsten Mal…!

Zucchini – das Arschlochgemüse

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Zucchini – das Arschlochgemüse

Wenn ich die „goldene Himbeere“* für besonders schlechte Performance an ein Gemüse verleihen sollte (eine Frage, die man sich ja schon mal stellen kann!), dann würde ich die Zucchini wählen.
(*kleine Erklärungshilfe plus Nachruf: Die „goldene Himbeere“ ist der „Anti-Oskar“, der an den/die schlechteste/n Schauspieler/in vergeben wird. Häufigste Preisträgerin ist im Übrigen Madonna! Wenn ihr also für Eure Hauszucchini, nachdem ihr sie mit Schelllack haltbar gemacht habt, einen Namen braucht, würde Madonna ganz gut passen! Apropos Hausobst: meine Grapefruit Grace hat ihre/meine Entwachsungskur nicht überlebt! Ciao Babe Grace! Ich werde dich vermissen! Es war schön mit dir!)
Wäre ich eine Gemüse-Rating-Agentur dann würde ich Zucchinis auf Kompostniveau abwerten. Für mich ist Zucchini das Arschlochgemüse schlechthin!
Sie wächst und wächst und wächst immer weiter, bis sie den Zaun zur Seite gedrückt und Nachbars Erdbeeren plattmacht, und schmeckt nach nichts – es sei denn sie ist bitter oder holzig.
Jetzt mal im Ernst: Wer braucht Zucchini? Mal abgesehen als ökologisch einwandfreies Sexspielzeug… – Die Antwort ist: die Hackfleischindustrie! Denn kein anderes Gemüse eignet sich besser als „Objektträger für Hackfleisch“. Einfach die Zucchini-Innereien rausschmeißen und je nach Größe mit ein bis fünf Kilo Hackfleisch auffüllen. Es gibt auch keine ablenkende Geschmacksbelästigung durch das Gemüse. Denn Zucchinis sind ja zum Glück weitestgehend geschmacksneutral. Wenn man bei Amazon Zucchinis bestellt, bekommt man vermutlich auch gleich den Tipp: „Kunden, die Zucchini kauften, kauften auch Hackfleisch!“

Arschlochgemüse darf (sollte und muss!) letztlich aber auch als Gemüse von Arschlöchern verstanden werden. Während meines dreijährigen Aufenthaltes im sachsen-anhaltinischen Ausland arbeitete ich für einen kleinen aber feinen Verein. Unsere ersten Monate wohnten/hausten wir in einem alten, abgewrackten Schloss in einem nicht besonders fremdenfreundlichen Dorf. (Um Missverständnisse zu vermeiden: Danach zogen wir in ein anderes Dorf mit einem anderen alten, runtergekommenen Schloss.) Unter „Fremd“ muss man sich gar nichts Ausländisches vorstellen. Es reichten schon das Nachbardorf, klarer Menschenverstand oder der aufrechte Gang aus, um Unruhe ins Dorf zu bringen. Oder eben eine andere Gesinnung als die der Einheimischen. Und die hatten wir. Der Bürgermeisterarsch (und ich halte das für die positivste mir mögliche Bezeichnung) tat sein Möglichstes, um uns das Leben in seinem Dorf noch schwerer zu machen.
Und das einzige, was wir vom Dorf an Zuwendungen erwarten konnten, waren ihre Zucchinis, die im Schutze der Dunkelheit vor die Schlosstüre gerollt wurden. Die Exemplare waren so groß, dass wir morgens die Tür kaum aufbekamen. Da man sie nicht alleine anheben konnte, musste sie also vorm Weitertransport erst einmal zurechtgesägt werden. Na, danke!
Das Positive an Zucchini mag sein, dass man in Notzeiten mit den Erträgen das halbe Dorf ernähren kann. Nur blöd, wenn gerade keine Notzeiten sind und einem das halbe Dorf jeden Nacht mit seinen hölzernen, geschmacksneutralen Zucchinis zumüllt, sodass man regelrecht darauf hofft, der Scheiß Sommer möge endlich zu Ende gehen.
Jedenfalls hatten wir keine Chance, uns durch diesen Zucchiniberg hindurchzufressen, obwohl wir regelmäßig große Gästegruppen zu bekochen hatten. Meine persönliche Zucchini-Sättigungskurve ist erreicht und ich glaube kaum, dass ich je wieder unter den Grenzwert komme. Auch soll mir keiner mit originellen Zubereitungstipps kommen. Ich kenne sie alle! Wer also Ärger will, serviert mir Zucchini, das Arschlochgemüse.
Zum Abschluss noch ein kleines Gemüsezitat von meiner Oma. Sie hat mir mal gesagt: „Wer keine Gemüsesuppe zubereiten kann, der ist entweder zu faul zum Gemüseschnippeln oder einfach nur zu blöd zum Wasserkochen.“
Ach ja. Zucchinis haben in einer Gemüsesuppe natürlich auch nichts verloren. Versteht sich von selbst!

 

Auch wenn sie in neuem Gewand daher kommen, wie hier als kleine, süße, runde Bio-Baby-Zucchini! Arschloch bleibt Arschloch!

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Hier geht’s zu den anderen Gemüse-Geschichten:

https://tommiboe.wordpress.com/category/gemuse/

Beautytipps für Hausobst

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Beautytipps für Hausobst

Stuttgart, März 2015. Grace sieht nicht gut, gar nicht gut! Nein, ich habe keine neue Freundin! Und wenn, dann würde sie natürlich ausgezeichnet aussehen…! Ich rede von meiner Grapefruit. Erst kürzlich habe ich über meine inzwischen mindestens neun Monate alte Grapefruit und ihre beachtliche Gesundheit berichtet (siehe https://tommiboe.wordpress.com/2015/02/25/uber-grapefruit-und-anderes-gemuse/). Sie sah für ihr Alter verdammt gut aus und, wie jedes Haustier, verdiente auch jedes Hausobst ihren Namen. Und da sie nicht nur etwas Grape- sondern auch etwas Grazienhaftes hatte, nannte ich sie Grace. Ich behielt sie als Beobachtungs- und Studienobjekt auf meinem Fensterbrett.
Auf meine Geschichte erhielt ich etliche Rückmeldungen zu meinem neuen Hausobst, unter anderem eine mögliche Erklärung für ihre blendende äußerliche Verfassung. Und zwar wurde die Vermutung geäußert, dass meine Grace wohl „gut gewachst“ worden sein. Wachsen ist also anscheinend ein Prozedere, das nicht nur im Skisport erfolgversprechend ist, sondern auch als geheimer Beautytipp für Obst gilt. Die Wachsschicht als Schutz gegen Umwelteinflüsse. Vielleicht wird das Prinzip ja auch demnächst für den schönheitswahnsinnigen Menschen entdeckt. Bevor man sich Botox in die Fresse spritzen lässt, kann man sich doch mal schön das Gesicht einwachsen lassen!
Zurück zum Obst! Aber da meine Grapefruit nicht nur Beobachtungs- sondern eben auch Forschungsobjekt war, habe ich ihr eine Entwachsungskur verordnet, um mal zu schauen, wie sich meine Grapefruit ungewachst in der Wirklichkeit behauptet.
Gestern bin ich nach einer Woche Skischullandheim nach Hause gekommen und musste erkennen, ja, es gibt einen Unterschied zwischen gewachst und ungewachst (und ich rede nicht nur von Skiern!). Denn Grace sieht gar nicht gut aus! Schade, sie war mir (der Kalauer muss jetzt sein) richtig ans Herz gewachsen!
Aber vielleicht werde ich mir einfach Schellack-Politur kaufen und damit beginnen, Obst und Gemüse selber zu wachsen. Klingt nach einem tollen neuen Hobby! Mal schauen, wie lange sich polierte Radieschen halten. So haben sie wenigstens wieder einen sinnvollen Verwendungszweck, weil essen kann man diese Pseudo-Radieschen ja schon lange nicht mehr!

(dazu: https://tommiboe.wordpress.com/2015/03/03/uber-radieschen-und-anderes-obst/)

Über Radieschen und anderes Obst

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Über Radieschen und anderes Obst

„Wer über Obst schreibt, ist ein guter Mensch!“ Das zumindest hat meine Oma mal gesagt. Kann mich leider überhaupt nicht mehr an den Zusammenhang erinnern. Meine Mutter ließ mich wissen, als ich sie danach fragte, ob sie diesen Spruch noch einordnen könne, dass ich da wohl, mal wieder, etwas falsch verstanden habe (hörte ich da als guter Sohn etwa einen Vorwurf mitschwingen…?) oder aber dass mein Oma zu der Zeit schon ein wenig „wunderlich“ gewesen sei.
Tja, wenn Zeitzeugen nicht funktionieren, dann muss man schon sich selbst oder der wunderlichen Oma vertrauen. Denn ich höre sie noch heute sagen: „Wer über Obst schreibt, ist ein guter Mensch!“
Zugegeben, es klingt ein wenig wie „Böse Menschen singen keine Lieder“. Aber bei diesem Spruch wurde leider nie hinreichend geklärt, wer diese Lieder eigentlich geschrieben hatte, um sie dann von guten Menschen singen zu lassen. Oder „One apple a day keeps Putin away!“ Aber das führt (mal wieder) zu weit… Und ich will gar nicht politisch werden und, wenn man unseren Landwirtschaftsminister zitiert, müsste man sich eigentlich schon wieder aufregen. Ha! Will ich aber heute gar nicht. Außerdem vertraue ich ohnehin mehr den Zitaten meiner Oma als denen von Christian Schmidt. Selbst wenn es darin um Obst gehen sollte!
Schließlich hat mir meine Oma beigebracht: „Wer ein Bier holen kann, der kann auch zwei holen!“ Hat mir schon oft geholfen! Könnte ihr gerne mal ausprobieren!
Zurück zur Sache! Frage: Bin ich auch noch ein guter Mensch, wenn ich schlecht über Obst schreibe? Oder ist das heutige Obst überhaupt noch das, was meine Oma damals damit meinte…? Denn sie dachte bestimmt nicht an eine Mango, die vierzig Tage auf einem Schiff mit 10000 anderen Containern über so viele Weltmeere geschippert wird, bis sie endlich reif ist oder zumindest das, was wir dafür halten. Hmm…?!
Mal abgesehen davon, dass meine Oma noch Gemüse im Garten hatte, das wie Gemüse schmeckte und nicht bloß so aussah, als hätte es einige Gemüse-Model-Wettbewerbe bei RTL gewonnen. Eine Gesellschaft, die sich die Titten machen lässt, lässt sich eben auch die Tomaten und die Radieschen machen. Das geht oberflächlich dann schon manchmal in Ordnung. Früher kam es auch beim Gemüse noch auf die inneren Werte an, nicht nur auf eine verbraucherfreundliche Oberweite, äh, Oberfläche natürlich! – Tja, jede Generation bekommt das Gemüse, das es verdient.
Eine Aubergine soll nicht glänzen, lächeln, wie ein Flummi vom Boden zurückhüpfen und dabei Lieder singen, sondern in Olivenöl baden und schmecken. Und wer sie nicht rechtzeitig zubereitet, dem soll sie gefälligst wegschimmeln! „Ich hab mir doch da vor drei Monaten eine Aubergine runtergeladen. Die muss doch noch gut sein!“ Nein, verdammt, muss sie nicht!

Wir alle wissen, dass die Wahrheit unendlich viele Spielarten hat. Aber was wissen wir schon wirklich und was wissen wir alles nicht, was noch viel wirklicher ist? Und ebenso hat die Geschichte Null Chance gegen die Geschichtsschreiber. Hat meine Oma Elisabeth diesen Spruch nun rausgelassen oder nicht? Spielt ja auch keine Rolle! Im Zweifel für den Angeklagten. Aber in jedem Fall ist folgender Spruch verbrieft. Könnt ihr gleich in euer Poesiealbum kleben: „Die besten Radieschen sind von Oma Lieschen!“ – Heute schmeckt ja alles irgendwie wie Gurke!

über radieschen02
Und wenn ihr euch fragt, wird dieser Artikel noch bekloppter? Dann natürlich: Ja. So wird im aktuellen LIDL-Werbeclip die Frage „Woran erkennt man gutes Obst?“ original mit „Gutes Obst erkennt man an gutem Obst!“ beantwortet. Danke, LIDL!

 

Und hier geht’s zu Grace, meiner Grapefruit.

https://tommiboe.wordpress.com/2015/02/25/uber-grapefruit-und-anderes-gemuse/