was wäre schön in 2018

Kaffeesteuer für Fairtrade-Kaffee abschaffen

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Kaffeesteuer für Fairtrade-Kaffee abschaffen

Manchmal ist es ganz einfach, etwas Gutes zu tun, manchmal dabei sogar noch lecker! Fairen Kaffee trinken, zum Beispiel! Meiner Ansicht nach ist der Konsum von Fairtrade-Produkten ohnehin einer der effektivsten Wege einer nachhaltigen Entwicklungshilfe.

Es gibt gerade eine sehr interessante Initiative (verpflichtender Link unten), die sich zum Ziel macht, die Kaffeesteuer für Fairtrade-Kaffee abzuschaffen. Denn neben der Mehrwertsteuer zahlen wir mit jedem Kilo Kaffee zusätzlich 2,19 Euro Kaffeesteuer. Die gibt es wirklich. Sie spült dem deutschen Fiskus jährlich 1,1 Milliarden Euro ins Säckel.

Besagte Idee, diese Steuer für Fairtrade-Kaffee auszusetzen, könnte nun dafür sorgen, dass fairer und nachhaltiger Konsum gefördert werden würde. Denn auch dem finanziell sensiblen Geiz-ist-geil-Konsumenten könnten auf diesem Weg Fairtrade-Produkte nähergebracht werden und der sinnvolle und wünschenswerte Umstieg auf Fairtrade-Produkte würde vielen leichter fallen.

Bisher sind lediglich vier Prozent des in Deutschland konsumierten Kaffees unter Fairtrade-Bedingungen produziert. Und all denjenigen, die es weniger mit Moral und Verantwortung haben, sei gesagt: je besser es den Menschen in den Entwicklungsländern geht, um so weniger von ihnen machen sich auf den Weg nach Europa. Uuupsi! Auch dieser Zusammenhang sollte uns bewusst sein!

Übrigens wurde schon 2014 von der Hamburger SPD der Versuch gestartet, die Kaffeesteuer für Fairtrade-Kaffee zu kippen. Jetzt mahlen erstmal die Kaffeemühlen der Politik und die mahlen nicht in erster Linie nachhaltig sondern langsam!

Bis dahin sind wir tapfer und überlassen es nicht der Politik, dieses Thema totzusitzen, sondern trinken einfach weiter fairen Kaffee!

kaffeesteuer

Der Kaffeehändler J.J. Darboven setzt übrigens schon seit 25 Jahren auf Fairtrade!

Die Lebensmittelampel kommt – oder lieber nicht?

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Die Lebensmittelampel kommt – oder lieber nicht?

Was wäre schön in 2018? Schön wäre es doch, wenn es auch die deutschen Politiker in 2018 endlich schaffen würden, eine Lebensmittelampel einzuführen.

Dass dies funktioniert, die Lebensmittelindustrie nicht ruiniert und den Verbraucher auch nicht überfordert oder wahlweise entmündigt, vermögen deutsche Lobbyisten vielleicht nicht für möglich halten und weiterhin versuchen, sie zu verteufeln und zu verhindern, jedoch gibt es seit Sommer in Frankreich den sogenannten „nutri score“ (siehe Abbildung).

Nutri-Score

Das Ziel dieser Kennzeichnung soll es sein, den Verkauf von Produkten zu fördern, die weniger Fett, Salz und Zucker enthalten, und auf die Weise die Lebensmittelindustrie zur Herstellung gesündere Produkte zu erziehen.

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO bewertet die Einführung der Lebensmittelkennzeichnung in Frankreich als einen Erfolg für eine bessere Ernährung.

Na, wäre das nicht auch etwas für Deutschland und ganz Europa…?

Nutri-Score - umfrage

Ja, möchte man meinen. Aber nachdem sich die Konzerne jahrelang erbittert gegen eine solche Lebensmittelampel gewehrt haben, wollen plötzlich Nestlé, Coca-Cola, Mars, Mondelez und Co eine eigene EU-weite Ampelkennzeichnung einführen. Jedoch sind die Kriterien so lasch, dass die Industrie-Ampel Produkte gesünder erscheinen lässt, als sie sind. So besitzt diese Konzern-Ampel zwar drei Farben, aber rot für ungesund erhält natürlich keines der Produkte. Also praktisch gäbe es nur gelb und grün (siehe Beispiele), während der französische Nutri Score mit fünf Farbabstufungen tatsächliche Unterschiede aufzeigt. Na bravo!

 

Hier noch ein paar Beispiele, wie sich die Lebensmittelindustrie eine Ampel vorstellt:

Industrie-Ampel BecelIndustrie-Ampel nutellaIndustrie-Ampel chipsfrisch