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A.Scheuer ist b.scheuert

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Jetzt ist es amtlich: „CSU Generalsekretär A.Scheuer darf sich ab sofort auch b.scheuert nennen!“

Wie hat schon Sokrates gesagt: „Kein Wunder, dass, wenn man den Anus zum Denken benutzt, nur Scheiße rauskommt!“
Die Frage, ob CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer dieses sokratische Zitat kennt (und verinnerlicht und -äußerlicht hat) oder ob sein Anus einfach unwissentlich sokratisch handelt, dazu hat sich die Bayerische Staatskanzlei noch nicht geäußert.
„Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen!“ Das ist nicht übrigens nicht von Sokrates sondern von jenem A.Scheuer, der sich dank dieser gelungenen Verbalblähung nun offiziell auch „b.scheuert“ nennen darf. (Die Domain http://www.b-scheuert.de/ ist übrigens noch verfügbar!) Da kann man als Kabarettist oder Politikkritiker jahrzehntelang akribisch darauf hinarbeiten, um den Ruf eines dumpfen Politikheinis gebührend zu verunglimpfen. Aber so schön und dumm kriegt es halt doch nur der Politikerdödel selber hin.
Sein Leitantrag, mit dem Scheuer sich und sein bayrisches Stammtischklientel befriedigen wollte, kann sich rückwirkend vielleicht noch als Eigentor erweisen. Denn Sprachwissenschaftler und Juristen prüfen derzeit, welche Auswirkungen ein solches Gesetz für Bayern hätte. Denn, wenn Ausländer dazu angehalten werden können, zuhause deutsch zu sprechen, dann würde das natürlich auch für Bayern gelten. Dumme Sache! Ist halt doch ein Haken dran bei diesen Anusgedanken…!
Aber lustig, wie jetzt plötzlich wieder alle Konservative an den Deutschen Meisterschaften im Zurückrudern teilnehmen und Gesagtes noch einmal „neu einordnen“ und „in den richtigen Zusammenhang“ rücken wollen. Scheuer selbst habe wohl schon signalisiert, dass er bei seiner Aussage versehentlich nüchtern gewesen sein soll. Ja mei…! Bleibt nur zu hoffen, dass ihm das nicht zu schnell vergessen wird. Denn eines ist sicher, und da können sich seine Parteigenossen winden, wie sie wollen:
„Wer solches sagt, der meint auch solches!“ Um noch einmal mit Sokrates zu enden.

Hier geht’s zur Fortsetzung:

https://tommiboe.com/2016/09/23/a-scheuer-bleibt-b-scheuert/

socrates
Oder wie hat A.Scheuer so schön gesagt: „Socrates hat ja leider nie beim FC  Bayern gespielt!“

Junckers widerliche Vergangenheit

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Juncker antwortet nicht auf Fragen nach seiner widerlichen Vergangenheit

Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker hat angekündigt, ein verbindliches Lobbyregister für EU-Kommission und EU-Parlament einzurichten. Scheint vernünftig. Aus seinem Mund allerdings klingt das für mich ein bisschen nach Sepp Blatter, der die Welt mit der Ankündigung von objektiven Untersuchungen seiner eigenhändig geschmierten FIFA-internen Ethikkommission beruhigen möchte. Hab ich schon besser gelacht!
Es handelt sich nämlich um den gleichen Juncker, der vor kurzem auf Anfragen zu seinen Verstrickungen in den großflächigen luxemburgischen Steuersumpf nach langem Schweigen weiter schwieg: „Ich antworte nicht auf Fragen nach meiner widerlichen Vergangenheit!“ Äh oder war es: „Ich antworte nicht auf diese widerlichen Fragen nach meiner Vergangenheit!“ Naja, wie auch immer… Kommt für mich auf das Gleiche raus! Ist aber auch gemein, unseren ranghöchsten Europapolitiker einfach so mit seiner eigenen Vergangenheit zu belästigen. „Steuerdeals“ und „Tax Ruling“ nennt man die Absprachen zwischen den staatlichen Steuerbehörden und Unternehmen. Klingt doch süß oder?
Der Bundesvorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft schätzt, dass dem deutschen Fiskus allein durch die von Luxemburg organisierten Deals 10 Milliarden Euro an Steuern durch die Lappen gehen. Pro Jahr, versteht sich! Und dann gibt’s ja noch Irland, die Niederlande, die Kanalinseln und andere lustige Steuerparadiese…! Das alles kaltlächelnd innerhalb der EU. Zwar nicht legitim und loyal den EU-Partnerländern gegenüber aber wenigstens legal.
Können sich die Politiker vielleicht mal und so etwas kümmern?! Jetzt tun zwar alle so, als wären sie überrascht. Nee klar! Wozu hat man denn eine Regierung? Damit sie sich von den Konzernen und ihren lieben Nachbarn verarschen lässt…?! Wie ging noch mal das eklige Gerede von dem verbindenden Wertesystem in Europa? Kann man nicht mal ein paar Gesetze machen?! Kann doch nicht so schwer sein! Und ich möchte mal sehen, wie von unseren Politikern dagegen argumentiert wird. Irgendwie werden denen schon Gründe einfallen, warum man Luxemburg nicht einfach aus der EU schmeißt. Die wollten doch nur ein bisschen (mit Steuern) spielen. Dem kleinen süßen Luxemburg kann doch keiner böse. Doch verdammt! Ihr Arschgeigen!
Und die oberste Arschgeige, Jean-Claude Juncker, beschwert sich auch noch, dass man ihr „widerliche“ Fragen stellt. Blöd für Europa, dass man den Saftsack gerade erst gewählt hat und jetzt feststellen muss, dass er halb Europa beschissen hat, oder wie darf man das nennen, wenn man seinen Nachbarn Hunderte Milliarden Steuereinkünfte versaut hat (denn um diese Größenordnung geht es hier!)? Und jetzt auch noch beleidigt sein…? Was ist denn hier „widerlich“? Was muss man überhaupt tun, um aus so einem Amt wieder rausgeschmissen zu werden? Wie viele Milliarden Euro lässt man ihm denn durchgehen? Ach ja, war ja eine ganz „legal“ inszenierte Steuerflucht! Dann ist ja nicht so schlimm oder was?! Wie blöd geht’s eigentlich?!

Klopp vergisst sich aufzuregen!

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Klopp vergisst sich aufzuregen!

Skandal bei der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel in Frankfurt! BvB-Trainer und Chefaufreger der Bundesliga Jürgen Klopp vergisst, völlig unbegründet, sich artgerecht aufzuregen. Trotz zahlreicher grenzdebiler und inkompetenter Zwischenfragen der wie üblich schlecht vorbereiteten und billig provozierenden Fachjournalisten bleibt Klopp völlig ruhig und sachlich. Sogar auf dümmste Fragen wie „ob sich Kloppo jetzt neu erfinden müsse“, antwortete er freundlich und unaufgeregt, sodass beim Auslassen dieser Großchance ein regelrechtes Raunen durch die Pressereihen ging. Im Anschluss an die Pressekonferenz äußerte sich Klopp auf Nachfragen von Sportillon selbst überrascht. Er habe sich die Pressekonferenz noch mal angeschaut, könne sich aber selbst nicht so genau erklären, wie er auf derart viele Vorlagen den einen oder anderen Wutausbruch habe auslassen können. Auch sei ihm seine sonst gerne belehrende Art völlig abgegangen. Er selbst sei am meisten enttäuscht von seinem blutleeren Auftritt bei der PK. Er wisse, dass Fans und Kritiker mehr von ihm erwarten würden. Abschließend versprach er Fußballdeutschland, demnächst wieder mehr Biss und eine effektivere Chancenverwertung zu zeigen!

Geschäftsführer „Aki“ Watzke zeigte sich hingegen gelassen. Jürgen rege sich seit sechs Jahren in vorbildlicher Weise und auf extrem hohem Niveau für den Verein auf, da könne man ihm mal einen schwächeren Auftritt locker nachsehen.

Gewerkschaftsbashing

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Diese Drecks-GDL

Aus der Rubrik: Dümmer geht immer!
Aber jetzt mal wirklich: Die spinnen doch oder?!
Diese Dreck-GDL! Was erlauben die sich eigentlich? Was denken die sich? Ungestraft streiken…?! In Deutschland…?! Was für eine Frechheit! Machen die jetzt einen auf Franzosen oder was?!
Die Lokführer verdienen nach 20 Dienstjahren doch 1750 Euro netto. Sollen die doch froh sein, dass die Bahn nicht einfach ins Ausland geht! Oder dass sie nicht durch Leiharbeiter oder Minijobber ersetzt werden…! Ach… die Bahn hat das schon versucht…? Tatsächlich…? Für 7,50 Euro die Stunde… Interessant! Diese sympathische DB, dieser Möchtegernprivatisierer, dieser Staatskonzern (!), der versucht, deutsches Gewerkschaftsrecht auszuhebeln, sich nicht an bereits geltendes Recht der Tarifpluralität zu halten…? Ja, genau: diese Deutsche Drecksbahn!
Aber der Buhmann ist ein anderer! Schon putzig das neue Hobby der Deutschen: „Gewerkschaftsbashing!“
Was sagt das über eine Gesellschaft aus…? Man müsste eigentlich direkt kotzen, wenn man das hört. Blöd nur, wenn es die eigene Gesellschaft ist.
Der Reallohn in Deutschland war 2013 niedriger als 2000. Zwischen 2000 und 2008 war die Reallohnentwicklung in Deutschland die schlechteste in der ganzen EU! Minus 0,8%! (Vergleichszahlen kann sich jeder selbst besorgen. Ich will ja nicht nerven!)
Aber wer wird von uns, auf Linie getrimmte Einheitsmenschen beschimpft…? Und soweit hat die Neoliberialisierung bereits das deutsche Denken erfasst. Und darum schimpfen wir nicht auf die Konzerne, die ihre Gewinne ins Ausland schaffen, und nicht auf das Kapital, das sich in der gleichen Zeit vorzüglich entwickelt hat. Nein, wir schimpfen artig auf die verfluchten Drecksgewerkschaften. Wie blöd geht’s eigentlich?!
Weselsky wird als „Bahnsinniger“ beschimpft. Es wird von den Medien eingefordert, die Arbeitsministerin Nahles solle den „Erpresser Weselsky“ stoppen! What…?!
Ich frage mich, wem dient diese Presse?Und welche Aufgabe hat sie? Welpenschutz für die arme kleine Deutsche Schmalspur-Bahn durchsetzen? Stumpf und linientreu der Wirtschaftslobby nach dem Maul reden?! Tja, sieht wohl so aus! Und wir fressen diese Scheiße und plappern sie unreflektiert nach. Denn wer reflektiert heute schon noch selbst?! Wo es so schöne vorgefertigte Fremdmeinungen zum Downloaden gibt. Sehr praktisch! Meinungsoutsourcing nennt man das! Wie viel dümmer geht’s eigentlich noch?

Was geht sonst noch dümmer? (siehe https://tommiboe.wordpress.com/2014/10/27/dummer-geht-immer/)

Viel Spaß mit der Deutschen Bahn

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Viel Spaß mit der Deutschen Bahn

Als Wahlstuttgarter ist mein Verhältnis zur Deutschen Bahn natürlich schon gebührend gestört. Aber, keine Angst, ich fang jetzt nicht wieder mit S21 an…! (Irgendwann ist man einfach leergekotzt!)
Ich war auf der Suche nach einer günstigen Verbindung in den Norden (von Deutschland), konnte auf der Bahnseite allerdings keine annehmbaren Angebote finden. Dafür war ich wohl zu spät dran. Also besuchte ich, nach einem Jahr Buserfahrung in Südamerika, eine Web-Seite mit Fernbussen. Die fahren zwar nicht bis Uelzen. So schaute ich nach Fahrten von Stuttgart nach Hannover. Dort fand ich Angebote für 25 €. Allerdings dauerte der Spaß sieben Stunden. Hmm.
Was mich aber dann wunderte und wenig später auch ein bisschen aufregte, war, dass auf der Fernbusseite die DB plötzlich mit günstigen Zugfahrten nach Hannover warb. Hier kostete die Karte auf einmal nur 29 €. Was?! Das konnte doch wohl nicht wahr sein! Ich checkte daraufhin die identische Verbindung noch mal auf bahn.de und tatsächlich: Dieses Angebot gab es nicht. Hier sollte die einfache Fahrt 93,75 kosten (mit BahnCard 25)! What?! Diese Arschgeigen! Schon klar, ich habe das Prinzip, das dahinter steckt, verstanden. Für normale und treue Bahnkunden, die ihr Ticket wie üblich auf der Bahnseite buchen, gibt es dieses Angebot nicht. Denn die fahren ja ohnehin mit der Bahn, also auch gerne für den vollen Preis. Kunden hingegen, die sich für Fernbusreisen interessieren, denen wird dieses Angebot serviert. Noch mal: diese Arschgeigen! Wie verlogen ist das denn…?!
Ich kann mich noch gut an eine Reportage erinnern, als vor ein paar Jahren die ersten Busunternehmen Fernfahrten anbieten wollten. Ein relativ kleines Unternehmen wollte eine Linie Freiburg-Stuttgart-München einrichten. Aber da hat die große, fette Bahn etwas dagegen und auf das Personenbeförderungsgesetz von anno dazumal gepocht, das der Bahn jegliches Beförderungsrecht zuspricht, und entsprechend gegen das Unternehmen geklagt. An eigenen Busverbindungen war der Drecksmonopolist natürlich nicht interessiert. Die Bahn hätte natürlich jederzeit Busse einsetzen dürfen. Aber wozu auch eine günstigere Alternative zur immer teurer werdenden Luxusbahn anbieten?! Konkurrenz aus dem eigenen Haus? Das wäre ja absurd! – Der Busunternehmer sagte in dem Bericht, dass sie sich weitere Instanzen vor Gericht gar nicht hätten leisten können. Nichts weiteres war die Absicht der DB. Am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Nun ja, liebe Bahn, die Geschichte lehrt uns: es ist anders gekommen. Inzwischen gibt’s sogar einen IC-Bus von der DB. Komisch, haben die Jahrzehntelang in irgendwelchen Hallen auf ihren Einsatz gewartet…?
Aber ich will mich nicht über die Bahn beschweren. Denn immerhin habe ich, wenngleich zufällig und völlig unbeabsichtigt, eine BahnCard 25 fürs nächste Jahr gewonnen. Vor ein paar Wochen bekam ich sie mit einem Anschreiben zugeschickt, Glückwunsch, Sie haben gewonnen, blabla. Ich hatte keinen Schimmer, wobei ich gewonnen hatte. Aber die BahnCard lag dabei. Na danke!
Erst zwei Wochen später, als ich mit der Bahn unterwegs war, gratulierte mir ein Kontrolleur zu meinem richtigen Tipp. Hä?! Daraufhin schaute ich mir meine BahnCard genauer an. Ich hatte sie mir schon aus Südamerika bestellt, als ich eine Fahrt zu meinen Eltern gebucht hatte. Bis dahin hatte ich mich auch noch nicht gefragt, warum die Karte „Sieger-BahnCard“ hieß und daneben eine kleine Deutschlandfahne gedruckt war. Erst jetzt erfuhr ich, dass man beim Bestellen der Sieger-BahnCard, kurz vor der WM, den zukünftigen Weltmeister tippen konnte und im Falle des richtigen Tipps bekam man für ein Jahr eine BahnCard 25 gratis.
Nur hatte ich, als ich die Karte online bestellt hatte, gar nichts getippt, weil ich nicht einmal mitbekommen hatte, dass man überhaupt etwas tippen konnte. Das ganze war also komplett an mir vorbei gegangen. Um so schöner und verwunderlicher, dass ich etwas gewonnen hatte. Mensch, danke, Bahn! So kenne ich dich gar nicht!