Weihnachten ungültig: Weihnachtsmann gedopt!
Weihnachten ungültig: Weihnachtsmann gedopt!
Drøbak, Norwegen. In den heutigen Morgenstunden wurde der Weihnachtsmann beim Verlassen seines Anwesens im norwegischen Drøbak von Mitarbeiter der WADA, der World Anti-Doping Agency, zu einer unangekündigten Dopingprobe veranlasst. Da sich der Weihnachtsmann mit dieser Probe nicht einverstanden zeigte und versuchte, mit seinem völlig überladenen Rentierschlitten die Flucht zu ergreifen, musste er von den bereitstehenden Polizisten überwältigt und zur örtlichen Polizeistation gebracht werden.
Die A-Probe des Dopingtests ergab, dass der Weihnachtsmann mit anabolen Steroiden vollgepumpt war. Im Einzelnen konnten Nandrolon, Trenbolon, Metandienon, Stanozolol und Metenolon nachgewiesen werden. Auch die Testosteron- und Kokainwerte waren stark erhöht.
Ebenso konnten bei allen acht vor Kraft trotzenden Rentieren Clenbuterol sowie etliche anabole Steroide nachgewiesen werden.
In einer ersten Stellungnahme verwies der Weihnachtsmann auf eine jahrelange Hodeninsuffizienz. Daher müsse er bereits seit Jahrzehnten diese notwendige Hormontherapie durchführen. Sein Hausarzt, der ihm diese Langzeitbehandlung verschrieben habe, sei allerdings vor etwa 70 Jahren verstorben. Und bezüglich seiner Rentiere sei die WADA überhaupt nicht zuständig.
Eines ist jedoch klar: Es wird nicht ruhig um den einst so beliebten Weihnachtsmann. Denn nach den Schleichwerbungvorwürfen um den Weihnachtsmann® und die Coca Cola Company und nach dem Verdacht der Steuerhinterziehung aus dem Vorjahr ist dies nun ein weiterer herber Schlag für den Weihnachtsmann.
Sein luxemburgischer Steuerdealberater verwies in diesem Zusammenhang nochmals darauf, dass der Weihnachtsmann ja überhaupt keine Einnahmen habe und daher auch keiner Steuerpflicht unterliege. Außerdem könne er aufgrund holländischen Patentrechts über die Nutzungsentgelte am Namensrecht „Der Weihnachtsmann ®“ seine möglichen Einnahmen nach Holland auslagern, wo er sie gewissenhaft mit 0,5% versteuern würde, so wie das alle internationalen Unternehmen in Europa machen würden. Er verwies dahingehend auf einen hübschen, orangen-lackierten Briefkasten mit holländischer Anschrift.
Beim Verlassen der Polizeistation pöbelte der sichtlich erregte Weihnachtsmann weiter und stieß wüste Beschimpfungen gegenüber Amazon aus. „Die verf*** Schw*** von Amazon haben mich verpfiffen!“ wiederholte er mehrfach. Gegenüber Tommiboe.com ergänzte er, ***Amazon wolle ihn mit allen Mitteln aus dem umsatzträchtigen Weihnachtsgeschäft verdrängen! Ob Amazon tatsächlich seine Finger im weihnachtlichen Spiel habe und ob gar Vereinbarungen mit Coca Cola getroffen seien, bleibt zunächst ungeklärt.
Auch die etwaigen rechtlichen Konsequenzen sind derzeit noch überhaupt nicht abzusehen. Womöglich müssen alle vom Weihnachtsmann ausgelieferten Geschenke zurückgegeben werden, während die über Amazon verschickten Weihnachtspräsente natürlich ihre Gültigkeit behielten, wie ein Unternehmenssprecher betonte.
Mann trennt sich von Freundin
Mann trennt sich von Freundin, nachdem sie beim gemeinsamen Fußballschauen mehrfach die Abseitsentscheidungen besser erkannt hat als er
In Frankfurt hat sich ein junger Mann und eingefleischter Eintracht-Fan von seiner Freundin getrennt. Das junge Paar, das erst kurze Zeit zusammen war, hatte am zurückliegenden Wochenende zum ersten Mal gemeinsam mit Freunden Fußball geschaut. Dabei hatte die Studentin der Volkswirtschaft Bettina B. mehrfach Abseitsentscheidungen besser erkannt als ihr Freund Jochen S. Immer wieder gaben die Zeitlupenwiederholungen zum Erstaunen von Jochen S. und seinen anwesenden Freunden der jungen Frau Recht. Im Verlaufe des Spiels kippte die zunächst lockere Stimmung in der Freundesrunde immer mehr. Jochen S. wirkte zunehmend verkrampft.
Verschärft wurde die Situation dadurch, dass die junge Frau sich während der gesamten Übertragung angeregt mit anderen Anwesenden unterhielt, nebenbei per Smartphone mit Freundinnen kommunizierte und dem Spiel scheinbar recht wenig Aufmerksamkeit schenkte. Trotzdem reichte ihr oft ein beiläufiger Blick aus dem Augenwinkel, um selbst knappste Entscheidungen richtig zu erkennen.
Als nach einer wiederholten Abseitsstellung eines Frankfurter Stürmers Jochen S. schimpfte, der dämliche Stürmer sei doch im Abseits geboren, entgegnete die junge Frau unmittelbar mit der Frage, seit wann Pippo Insaghi denn bei der Eintracht spiele? Das war für Jochen S. nun wirklich zu viel Fußballkompetenz! Wutschnaubend verließ er die Wohnung. Am nächsten Tag gab er auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz die fristlose Trennung von seiner Freundin bekannt und ließ verlauten, das Auftreten von Bettina B. ließe sich nicht mit seiner Partnerschaftsphilosophie vereinbaren.
Paarpsychologe Dr. A. Hagemann äußerte sich auf Nachfragen von der Sportillon, dass dieses Verhalten von Jochen S. durchaus typisch sei, wenn sich in einer Partnerschaft der Partner oder die Partnerin nicht rollengetreu verhalte, sondern im Gegenteil „angestammtes Terrain“ des Partners besetze. Das könne, wenn sich nicht beide Partner als rollenflexibel erwiesen, sondern eher traditionelle Partnervorstellungen verfolgten, auch schnell zur Trennung führen. Auch viele Ehefrauen litten, wenn sich ihre Männer nicht geschlechtergetreu verhielten und sie zum Beispiel feststellen müssten, dass ihr Partner besser kochen, sauberer putzen und faltenfreier bügeln könnte.
Daher rät Dr. Hagemann, sich, wenn einem die Beziehung wirklich etwas wert ist, ruhig mal absichtlich rollenstereotypisch zu verhalten. Für Frauen bedeute das, sich bei technischen, sportspezifischen Fragen oder beim Einparken einfach mal richtig dumm anzustellen. Und für Männer: Hin und wieder mal die Suppe versalzen und sich bei Hilfe im Haushalt möglichst unfähig anstellen.
Naja, damit ist ja wohl uns allen geholfen. Irgendwie…
Drecks-Eon
Drecks-Eon!!!
Aufregen macht nicht nur Spaß, sondern es stärkt auch das Herzkreislaufsystem und senkt gehörig den Cholerikerinspiegel (oder so ähnlich…). Wichtig gerade in der kalten Jahreszeit! Aber ich gehe noch weiter: Aufregen hilft nicht nur persönlich (dem privaten Wohlempfinden) sondern auch gesamtgesellschaftlich (der Volksgesundheit). Wir sind alle viel zu angepasst, zu gleichgültig und zu ruhig geworden.
Was interessiert uns schon noch wirklich? Was bewegt uns? Was regt uns auf…? Wir lassen uns einschläfern von der Berieselungsindustrie, den weichgespülten Einheitsmedien. Noch nie zuvor in der Geschichte gab es so viele Medien die so wenig Wesentliches berichtet haben. Wir lenken uns mit Youtube-Clips ab, posten, twittern, whatsappen unsere alltäglichen Banalitäten und liken die anderer, verdummen mit den Busenblitzern der Yahoo-Startseite (vgl. https://tommiboe.com/2014/01/07/du-bist-so-dumm-wie-die-yahoo-startseite/). Selber denken oder gar sich eine eigene fundierte Meinung bilden, dazu reicht’s da nicht mehr. Wozu auch? Es gibt doch schon so viele schöne, vorgefertigte und gut funktionierende Fremdmeinungen, die andere für uns „Probe getragen“ haben. Dieses Meinungsoutsourcing funktioniert super und spart ungeheuer viel Zeit. Und wer macht sich schon die Mühe, um herauszufinden, wessen Fremdmeinungen wir da nachkaspern? Wir würden uns wundern…!
Was niemals schaden kann, ist ein guter Grund, um sich gebührend aufzuregen. Aber wer mit offenen Augen durch die Welt läuft, findet sie an jeder Straßenecke. Jeden Tag!
Zum Beispiel dies hier: Eon spaltet sich auf! Sie wollen sich auf erneuerbare Energien konzentrieren! Klingt doch gut! Denkste, Schweinebacke. Warum macht Eon denn das? Weil sie gut sind? Weil sie eine bessere, saubere Energie wollen? Haha! Sie wollen die Gewinnsparte der Zukunft abspalten und die Atomkraft und die Kohlekraftwerke, die für Eon nun ausgesorgt haben, auslagern. Warum? Um finanzielle Risiken in Zukunft vom profitablen Geschäft abzutrennen. Denn keiner kann heute seriös voraussagen oder berechnen, was der Ausstieg aus der Atomkraft und deren Abwicklung einmal kosten wird. Zwar übergibt Eon dem neuen Konzern seine Atomrückstellungen in Höhe von rund 14,5 Milliarden Euro. Aber garantiert das, dass am Ende nicht doch Steuerzahler für die Entsorgung eben dieser Atomkraftwerke aufkommen muss, an denen Eon selbst über Jahrzehnte Milliarden verdient hat? Natürlich nicht! Und da Atommüll eine zu große Gefährdung für die Allgemeinheit, wird der Staat bzw. der Steuerzahler im Fall der Fälle einspringen (müssen).
Die Grüne Bärbel Höhn spricht in diesem Zusammenhang ahnungsvoll von der Gründung einer „Bad Bank“ für die Atomkraftwerke. Und da Atommüll mit Sicherheit als „systemrelevant“ einzustufen ist, müsste diese Bad Bank letztlich vom Staat gerettet werden, zumal in dieser neuen Gesellschaft hauptsächlich die absterbenden Geschäftsteile von Eon gebündelt sind, die kaum ausreichend Gewinne erwirtschaften würden, um sich selbst aus dem Atommüllsumpf zu ziehen. Aber das ist ja genau, was erreicht werden soll. Auch das folgt lediglich der bekannten neoliberalen Maxime „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren!“
Und spätestens wenn sich unser Supidupi-Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der „Genosse der Bosse 2.0“, in seiner ersten Reaktion wohlwollend zu dieser Entwicklung von Eon äußert, muss allen klar sein, was das zu bedeuten hat! Nichts Gutes! Also, für Eon schon, natürlich! Nur nicht für uns! Aber wen wundert’s? Für wen wird schließlich Politik gemacht?
Apropos Atomausstieg: Kann den Gabriel auch mal jemand ins Abklingbecken schmeißen, ausschalten, runterfahren und endlagern? Bitte!
Mehr Anleitungen zum Aufregen in der Rubrik „Dümmer geht immer!“ unter:
https://tommiboe.wordpress.com/2014/10/27/dummer-geht-immer/
A.Scheuer ist b.scheuert
Jetzt ist es amtlich: „CSU Generalsekretär A.Scheuer darf sich ab sofort auch b.scheuert nennen!“
Wie hat schon Sokrates gesagt: „Kein Wunder, dass, wenn man den Anus zum Denken benutzt, nur Scheiße rauskommt!“
Die Frage, ob CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer dieses sokratische Zitat kennt (und verinnerlicht und -äußerlicht hat) oder ob sein Anus einfach unwissentlich sokratisch handelt, dazu hat sich die Bayerische Staatskanzlei noch nicht geäußert.
„Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen!“ Das ist nicht übrigens nicht von Sokrates sondern von jenem A.Scheuer, der sich dank dieser gelungenen Verbalblähung nun offiziell auch „b.scheuert“ nennen darf. (Die Domain http://www.b-scheuert.de/ ist übrigens noch verfügbar!) Da kann man als Kabarettist oder Politikkritiker jahrzehntelang akribisch darauf hinarbeiten, um den Ruf eines dumpfen Politikheinis gebührend zu verunglimpfen. Aber so schön und dumm kriegt es halt doch nur der Politikerdödel selber hin.
Sein Leitantrag, mit dem Scheuer sich und sein bayrisches Stammtischklientel befriedigen wollte, kann sich rückwirkend vielleicht noch als Eigentor erweisen. Denn Sprachwissenschaftler und Juristen prüfen derzeit, welche Auswirkungen ein solches Gesetz für Bayern hätte. Denn, wenn Ausländer dazu angehalten werden können, zuhause deutsch zu sprechen, dann würde das natürlich auch für Bayern gelten. Dumme Sache! Ist halt doch ein Haken dran bei diesen Anusgedanken…!
Aber lustig, wie jetzt plötzlich wieder alle Konservative an den Deutschen Meisterschaften im Zurückrudern teilnehmen und Gesagtes noch einmal „neu einordnen“ und „in den richtigen Zusammenhang“ rücken wollen. Scheuer selbst habe wohl schon signalisiert, dass er bei seiner Aussage versehentlich nüchtern gewesen sein soll. Ja mei…! Bleibt nur zu hoffen, dass ihm das nicht zu schnell vergessen wird. Denn eines ist sicher, und da können sich seine Parteigenossen winden, wie sie wollen:
„Wer solches sagt, der meint auch solches!“ Um noch einmal mit Sokrates zu enden.
Hier geht’s zur Fortsetzung:
https://tommiboe.com/2016/09/23/a-scheuer-bleibt-b-scheuert/
