„tommi boe“
Bauer sucht Milchschaum
Bauer sucht Milchschaum
Und wie war bei Euch so Weihnachten?
Ich war zu Hause. Auf dem Dorf. In der Lüneburger Heide. Und wie jedes Jahr gehörte neben Familie, Weihnachtsfichte und festlicher Essensfolge auch ein traditioneller Spaziergang mit alten Freunden durch die Feldmark dazu.
„Ich habe jetzt einen Milchaufschäumer. Alles wird gut!“
Sollte ich mir Sorgen um Bauer machen? Milchaufschäumer, alles wird gut…? Welche Phase würde danach kommen?!
Andere Leute stürzten sich in Verzweiflung in den Alkohol und Bauer stürzte sich in den Milchschaum. Andererseits kam er natürlich bereits aus dem Alkohol. Dahingehend war der Milchschaum vielleicht doch ein Fortschritt. Vielleicht gab es ihn inzwischen auch schon in den Geschmacksvarianten Eierlikör oder White Russian Macchiato.
Alle nannten ihn nur Bauer. Und ich meine ALLE! Sogar sein Vater nannte ihn Bauer, obwohl er selbst Bauer hieß. Okay, das ist übertrieben. Aber bildlich gesprochen passt es trotzdem. Wenn ich mir Bauer als Kleinkind vorstelle, wie er gerade laufen lernt, dann höre ich die stolze Eltern rufen „Ganz toll, Bauer!“ und „Schön, Bauer, weiter so!“ Was sollten sie sonst rufen?!
Ach ja, zurück zum Milchschaum. Was ist so schlimm an Milchschaum? Alles! Alles ist schlimm an Milchschaum! – Frauen kann man im Einzelfall Milchschaum verzeihen. Wenn man sehr verliebt ist. Aber jeder weiß, dass man, wenn man verliebt ist, fast alles verzeihen kann. Warum nicht auch Milchschaum?!
Milchschaum ist wie RTL, viel zu schaumig, meist zu süß und hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Er soll nur ablenken! Der Milchschaum vom eigentlichen Kaffeegeschmack, der vielen zu bitter und kräftig ist. Schöner Widerspruch! Denn so soll Kaffee ja sein! (Das ist wie bei Biermixgetränken.) Und RTL soll uns von den Bitterheiten des Lebens ablenken, vom Eigentlichen, vom Wesentlichen. Wir lassen das geschehen. Wir lassen uns zu Tode berieseln, sodass wir uns nicht mit dem befassen können/wollen/müssen, was real ist, den wahren Problemen, den Ungerechtigkeiten unserer Welt. Oder eben dem Kaffee, der auch eine ehrliche, herbe Angelegenheit ist.
Wir alle haben schon viel zu viel Milchschaum zu uns genommen, haben uns bereits halb zu Tode berieseln lassen und machen uns auch nicht mehr die Mühe, jetzt da wir quasi schon auf halbem Weg angekommen sind, noch mal von der gemütlichen Sitzgruppe aufzustehen, den Drecksfernseher kaputtzuschlagen, ihn aus dem Fenster zu schmeißen und hinterher zu schreien „Ist doch alles Scheiße!“ und: etwas dagegen zu tun. Wir wissen zwar natürlich (!), dass alles Scheiße ist, aber auch, und das ist noch wichtiger, dass alles längst zu spät ist. Das einzige, was uns zwar auch nicht weiterhelfen, aber zumindest ausreichend sedieren kann, ist RTL. Ach ja, und natürlich eine Badewanne voll Milchschaum.
Was hat das alles mit Bauer zu tun? Alles! Oder Nichts! Oder umgekehrt! Kommt auf den Blickwinkel an. Denn Bauer ist/war das pure Gegenteil von Milchschaum. Starker, reiner Kaffee. Ohne Zucker! Direkt in die Fresse! Rebell von Kindesbeinen an! Als 14jähriger Skinhead! Als einziger im Dorf, als einziger in der Schule! Damals, Ende der 80er, war das zwar nicht gut, aber noch ehrlich mit Bomberjacke und Springerstiefeln, also öffentlich! Nicht wie heute, heimlich, bürgerlich und feige!
Ich kam aus dem gleichen Dorf und fand seine Ansichten Scheiße, genau wie seine Musik. Aber Bauer gehörte zum Dorf und fand seine Freunde, wie das im Dorf nun mal so war, nicht durch Auswahl oder Mausklick (80er!), sondern weil sie da waren.
Da er nicht blöd war, sondern auf seine persönliche radikale Art einfach sein „Antisein“ auslebte, wurde ihm im Laufe seiner Jugend klar, dass er gar nicht rechtsgesinnt war. Es stellte sich erst später heraus (oder auch viel später, so genau kann ich die verblassten, abgerundeten Puzzlestücke der Vergangenheit nicht mehr zusammenfügen), dass er links war. Damit ist ein „gutes Links“ gemeint, was heute politisch so gut wie ausgestorben ist. Also kein wirtschaftshöriges Gabriel-Links der SPD, der sich eher der Wirtschaftsprostitution als dem Sozialismus verdächtig macht. Gemeint ist ein Links, das für so etwas Utopisches wie soziale Gerechtigkeit steht/stand/stehen sollte! Erschreckend, dass man das inzwischen wieder erklären muss. Unsere Enkel werden Worte wie „soziale Gerechtigkeit“ dann nur noch aus dem Geschichtsunterricht kennen, falls die Wirtschaftsmarionetten soviel radikales und ketzerisches Gedankengut überhaupt noch in ihren Bildungsplänen dulden werden.
Schon heute glauben nur noch acht Prozent aller Deutschen, dass ein „gerechteres Leben“ überhaupt möglich sei. Der Rest badet im Milchschaum!
Und wäre das nicht schon schlimm genug, gibt es jetzt auch noch ein extra Produkt für diese weichgeschäumten Hirnkomapatienten. Denn in Norwegen gibt es bereits eine „KaffemakerMelk“, also eine Milch extra fürs Milchschäumen. Sie hat einen höheren Proteinanteil und dadurch vermutlich einen besseren Milchschaumkoeffizienten. Auch wenn das stark danach klingt: Das ist KEIN Witz!
Auch eine beruhigende Erkenntnis. Man muss sich eigentlich gar nicht mehr über die Welt lustig machen. Das macht sie schon ganz alleine.
Auch Kauder kann noch dümmer!
Auch Kauder kann noch dümmer!
Volker Kauder, immerhin Fraktionschef der Union, hat entweder selbst Angst oder schürt sie einfach, was aber beides völlig falsch interpretiert wäre, natürlich.
„Es darf nicht dazu kommen, dass in Deutschland eine islamische Partei entsteht!“ So Kauder.
Aber wie darf man denn so etwas interpretieren, Herr Kauder, wenn einem Verstand gegeben? Es sei denn Sie reden einfach nur so daher, völlig ohne Hinter- und sonstige Gedanken, interpretationsfrei angelegt und in die besinnliche Weihnachts- und Pegidazeit gekotzt. Naja, kann ja mal passieren und kommt ja auch oft aufs Gleiche raus…!
Alternativ könnte man Ihnen auch unterstellen, dass Sie zu dumm sind, den Zusammenhang zwischen Ihren Aussagen und ihrer Bedeutung zu erkennen. Irgendwelche Gründe müssen Sie ja haben. Aber was heißt hier schon unterstellen…?
Aber man wird doch mal nachfragen dürfen: Herr Kauder, warum dieser Satz zu dieser Zeit? Es gibt derzeit keinerlei Bestrebungen, eine solche Partei überhaupt zu gründen. Oder wissen Sie da mehr? Aber die Nachricht kommt trotzdem genau dort an, wo Sie hin gehört: im Unterbewusstsein der gewünschten Klientel. Islamische Partei! Buh! Nein!!! – Denn Sie folgen dem bekannten Prinzip: „Denk nicht an den rosaroten Elefanten!“ Und zack: Nachricht angekommen! Glückwunsch!
Auf einer anderen Ebene ist Ihre Aussage fast noch hirnkälter und sinnfreier. Denn für wie blöd, darf man Sie und Ihre geistigen Brüder (und Schwestern) denn halten, wenn Sie mit Ihrer Partei ständig versuchen, sich von der Pegida-Bewegung zu distanzieren? Ist dies bloß das bürgerliche Geschwafel für die Kameras? Und im nächsten Moment kommen Sie als janusköpfiger Vollspacko daher und erklären uns bzw. Ihrem Stammtischklientel, dass es keine islamische Partei in Deutschland geben dürfe. Besteht der Verdacht, dass Sie Ihr Klientel in der Pegida-Bewegung vermuten? Oder arbeiten Sie gerade an einem Aufnahmeantrag für die CSU…?
Denn weder gibt es den Islam noch die Muslime. Und über politische Inhalte innerhalb der in Deutschland lebenden Muslime sagt das Wort „islamisch“ erst mal wenig aus, sofern man nicht ein unterschwelliges „islamistisch“ mitscheppern lässt. Aber das scheint derzeit sehr beliebt zu sein. Genau so gut könnte man sich fragen, was eigentlich sonderlich christlich am politischen Handeln der „C“-Parteien ist…?
Also, lieber Herr Kauder, sprechen wir es gemeinsam aus: Es geht um Populismus. Ähnlich populistische Motive darf man hinter der Diskussion ums Burkaverbot vermuten, die u.a. der sächsische Landesvogel Stanislaw Tillich vom gleichen Trachtenverein (CDU) anfeuert. Denn so Tillich: „Eine Kindergärtnerin ist verpflichtet, jedes Kind nach dem Ende der Betreuungszeit den richtigen Eltern auszuhändigen.“ Und wie soll das gehen, wenn vollverschleierte Mütter vorm Kindergarten auftauchen? Das ist im Einzelfall zwar richtig. Aber es gibt in Sachsen dafür auch nur drei Einzelfälle und daher ist dies nichts weiter als populistisch. Denn zahlenmäßig ist das beinahe so relevant wie die gesamtgesellschaftliche Wertebedrohung, die von Transsexuellen in der CSU ausgeht.
Also, liebe Kauders und Tillichs, sich an jeder Straßenecke gemein zu machen, ist nicht Aufgabe von Politikern sondern einfach Bäh! Und Ihr müsst Euch schon entscheiden, wo Ihr steht? So ein bisschen überall und nirgends geht überhaupt nicht. Oder doch…? Ach ja… Aber für diese Rolle haben wir schon Mutti!
Weihnachten ungültig: Weihnachtsmann gedopt!
Weihnachten ungültig: Weihnachtsmann gedopt!
Drøbak, Norwegen. In den heutigen Morgenstunden wurde der Weihnachtsmann beim Verlassen seines Anwesens im norwegischen Drøbak von Mitarbeiter der WADA, der World Anti-Doping Agency, zu einer unangekündigten Dopingprobe veranlasst. Da sich der Weihnachtsmann mit dieser Probe nicht einverstanden zeigte und versuchte, mit seinem völlig überladenen Rentierschlitten die Flucht zu ergreifen, musste er von den bereitstehenden Polizisten überwältigt und zur örtlichen Polizeistation gebracht werden.
Die A-Probe des Dopingtests ergab, dass der Weihnachtsmann mit anabolen Steroiden vollgepumpt war. Im Einzelnen konnten Nandrolon, Trenbolon, Metandienon, Stanozolol und Metenolon nachgewiesen werden. Auch die Testosteron- und Kokainwerte waren stark erhöht.
Ebenso konnten bei allen acht vor Kraft trotzenden Rentieren Clenbuterol sowie etliche anabole Steroide nachgewiesen werden.
In einer ersten Stellungnahme verwies der Weihnachtsmann auf eine jahrelange Hodeninsuffizienz. Daher müsse er bereits seit Jahrzehnten diese notwendige Hormontherapie durchführen. Sein Hausarzt, der ihm diese Langzeitbehandlung verschrieben habe, sei allerdings vor etwa 70 Jahren verstorben. Und bezüglich seiner Rentiere sei die WADA überhaupt nicht zuständig.
Eines ist jedoch klar: Es wird nicht ruhig um den einst so beliebten Weihnachtsmann. Denn nach den Schleichwerbungvorwürfen um den Weihnachtsmann® und die Coca Cola Company und nach dem Verdacht der Steuerhinterziehung aus dem Vorjahr ist dies nun ein weiterer herber Schlag für den Weihnachtsmann.
Sein luxemburgischer Steuerdealberater verwies in diesem Zusammenhang nochmals darauf, dass der Weihnachtsmann ja überhaupt keine Einnahmen habe und daher auch keiner Steuerpflicht unterliege. Außerdem könne er aufgrund holländischen Patentrechts über die Nutzungsentgelte am Namensrecht „Der Weihnachtsmann ®“ seine möglichen Einnahmen nach Holland auslagern, wo er sie gewissenhaft mit 0,5% versteuern würde, so wie das alle internationalen Unternehmen in Europa machen würden. Er verwies dahingehend auf einen hübschen, orangen-lackierten Briefkasten mit holländischer Anschrift.
Beim Verlassen der Polizeistation pöbelte der sichtlich erregte Weihnachtsmann weiter und stieß wüste Beschimpfungen gegenüber Amazon aus. „Die verf*** Schw*** von Amazon haben mich verpfiffen!“ wiederholte er mehrfach. Gegenüber Tommiboe.com ergänzte er, ***Amazon wolle ihn mit allen Mitteln aus dem umsatzträchtigen Weihnachtsgeschäft verdrängen! Ob Amazon tatsächlich seine Finger im weihnachtlichen Spiel habe und ob gar Vereinbarungen mit Coca Cola getroffen seien, bleibt zunächst ungeklärt.
Auch die etwaigen rechtlichen Konsequenzen sind derzeit noch überhaupt nicht abzusehen. Womöglich müssen alle vom Weihnachtsmann ausgelieferten Geschenke zurückgegeben werden, während die über Amazon verschickten Weihnachtspräsente natürlich ihre Gültigkeit behielten, wie ein Unternehmenssprecher betonte.
Mann trennt sich von Freundin
Mann trennt sich von Freundin, nachdem sie beim gemeinsamen Fußballschauen mehrfach die Abseitsentscheidungen besser erkannt hat als er
In Frankfurt hat sich ein junger Mann und eingefleischter Eintracht-Fan von seiner Freundin getrennt. Das junge Paar, das erst kurze Zeit zusammen war, hatte am zurückliegenden Wochenende zum ersten Mal gemeinsam mit Freunden Fußball geschaut. Dabei hatte die Studentin der Volkswirtschaft Bettina B. mehrfach Abseitsentscheidungen besser erkannt als ihr Freund Jochen S. Immer wieder gaben die Zeitlupenwiederholungen zum Erstaunen von Jochen S. und seinen anwesenden Freunden der jungen Frau Recht. Im Verlaufe des Spiels kippte die zunächst lockere Stimmung in der Freundesrunde immer mehr. Jochen S. wirkte zunehmend verkrampft.
Verschärft wurde die Situation dadurch, dass die junge Frau sich während der gesamten Übertragung angeregt mit anderen Anwesenden unterhielt, nebenbei per Smartphone mit Freundinnen kommunizierte und dem Spiel scheinbar recht wenig Aufmerksamkeit schenkte. Trotzdem reichte ihr oft ein beiläufiger Blick aus dem Augenwinkel, um selbst knappste Entscheidungen richtig zu erkennen.
Als nach einer wiederholten Abseitsstellung eines Frankfurter Stürmers Jochen S. schimpfte, der dämliche Stürmer sei doch im Abseits geboren, entgegnete die junge Frau unmittelbar mit der Frage, seit wann Pippo Insaghi denn bei der Eintracht spiele? Das war für Jochen S. nun wirklich zu viel Fußballkompetenz! Wutschnaubend verließ er die Wohnung. Am nächsten Tag gab er auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz die fristlose Trennung von seiner Freundin bekannt und ließ verlauten, das Auftreten von Bettina B. ließe sich nicht mit seiner Partnerschaftsphilosophie vereinbaren.
Paarpsychologe Dr. A. Hagemann äußerte sich auf Nachfragen von der Sportillon, dass dieses Verhalten von Jochen S. durchaus typisch sei, wenn sich in einer Partnerschaft der Partner oder die Partnerin nicht rollengetreu verhalte, sondern im Gegenteil „angestammtes Terrain“ des Partners besetze. Das könne, wenn sich nicht beide Partner als rollenflexibel erwiesen, sondern eher traditionelle Partnervorstellungen verfolgten, auch schnell zur Trennung führen. Auch viele Ehefrauen litten, wenn sich ihre Männer nicht geschlechtergetreu verhielten und sie zum Beispiel feststellen müssten, dass ihr Partner besser kochen, sauberer putzen und faltenfreier bügeln könnte.
Daher rät Dr. Hagemann, sich, wenn einem die Beziehung wirklich etwas wert ist, ruhig mal absichtlich rollenstereotypisch zu verhalten. Für Frauen bedeute das, sich bei technischen, sportspezifischen Fragen oder beim Einparken einfach mal richtig dumm anzustellen. Und für Männer: Hin und wieder mal die Suppe versalzen und sich bei Hilfe im Haushalt möglichst unfähig anstellen.
Naja, damit ist ja wohl uns allen geholfen. Irgendwie…