Qualitätsmedien

Liebe Qualitätsmedien – was ist wichtig?

Gepostet am Aktualisiert am

Liebe Qualitätsmedien – was ist wichtig?

Der wahre Skandal ist es doch, dass sich über 1200 zu Unrecht genehmigte Asylanträge mehr aufgeregt wird als über 32500 zu Unrecht abgelehnte!

Das zeigt sich leider auch am Ausmaß der Berichterstattung. Denn wer hat überhaupt schon einmal vor dieser zweiten Zahl durch die Medien erfahren? Sie stammt übrigens aus Angaben der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion und bezieht sich auf ein Jahr, während die 1200 Fälle aus Bremen einen Zeitraum von vier Jahren betreffen. Wo, wann und in welchem Umfang wurde über die zu Unrecht abgelehnten Bescheide berichtet?

Krass, dass sich ausgerechnet die von den neuen Rechten als Lügenpresse beschimpften Öffentlich-Rechtlichen Medien genau an deren Geschäft beteiligen und den einen Fakt (1200 Bescheide in Bremen) tagtäglich als Skandal behandeln und den anderen Fakt (32500 Bescheide) unter den Öffentlich-Rechtlichen Teppich kehren. Warum?! Was ist die Begründung für diese einseitige Berichterstattung? Um auch ja nicht in den Verdacht zu geraten, etwas zu verschleiern, nicht aufzuklären und um möglichen Anschuldigungen von rechts entgegenzuwirken?

Freunde, Ihr bleibt für die doch ohnehin die Lügenpresse. Dann lässt Euch doch nicht noch zusätzlich von denen instrumentalisieren und Euch deren Agenda diktieren. Euer Auftrag ist objektive und ausgewogene Berichterstattung. Ihr bestimmt die Inhalte. Aber genau das kann ich leider zurzeit nicht erkennen. Denn das Agenda Setting betreiben leider längst die Rechten. Und mit dieser einseitigen Berichterstattung verschärft Ihr die Stimmung und gebt Informationen eine größere Gewichtung, als sie objektiv haben sollten. Und durch diese Präsenz erscheint das Thema noch wichtiger. Und das überzeugt dann auch andere Teile der Bevölkerung von der Bedeutung des Themas.

Bei der Bundestagswahl gaben 44 Prozent der befragten Wähler an, das Flüchtlingsthema sei das Thema Nummer eins, was der absolute Höchstwert war. Zukunftsthemen wie Altersvorsorge, Pflege, soziale Ungerechtigkeiten, Infrastruktur, Wohnungsnotstand, Klima- und Umweltproblematik, Digitalisierung spielten demgegenüber keine so große Rolle.

Liebe Qualitätsmedien, hinterfragt Euch doch mal, was Eure Aufgaben sind? Sicherlich nicht, Quotenhuren und Steigbügelhalter für die Rechten zu sein! Ihr seid für das Agenda Setting verantwortlich, Ihr Pappnasen! Sonst kommen die Vorwürfe der einseitigen Berichterstattung nämlich schon bald von der anderen Seite!

 

Mehr zum Agenda Setting;

https://tommiboe.com/2017/09/27/neulich-bei-hart-aber-fair/

Wer soll das bezahlen?!

Gepostet am Aktualisiert am

Wer soll das bezahlen?! Wir – und zwar mit einem Lächeln!

Geschätzte 10 Milliarden Euro kosten die Flüchtlinge Deutschland im Jahr 2015. Das entspricht 20 Milliarden DM oder 164 Billionen indonesische Rupien. Wahnsinn!
Wäre der deutsche Mob besser gelaunt, könnte er mit seinem Alkoholpegel zusammen schunkeln und singen: „Wer soll das bezahlen? Wer hat so viel Geld? Wer hat so viel Pinke Pinke? Wer hat so viel Geld?“
Schade, dass er es nicht tut. Denn die Antwort ist ganz einfach: Wir! Wir haben so viel Geld!

Schön wäre es allerdings, wenn unsere Politiker und unsere unabhängigen Qualitätsmedien vielleicht mal genau das sagen würden: Wir haben das Geld! Stattdessen gewinnt man häufig den Eindruck, dass wir entweder für Flüchtlinge ODER für Kitas das Geld haben. So wie sich Schäuble auf die frei gewordene Herdprämie gestürzt hat, um akute Löcher im Haushalt zu stopfen, anstatt sie dem Familienministerium zum Kita-Ausbau zu überlassen, muss sich keiner wundern (auch kein Politiker!), dass die Rechten zu krakelen beginnen. „Für unsere Kinder ist kein Geld da, aber für die!“ Muss sich keiner drüber wundern. Wenn man einen Hund füttert, dann frisst der auch! Komisch? Nee! Gar nicht komisch!
Aber da lässt sich doch vermuten, dass genau das beabsichtigt ist. Weil so blöd ist dieser Schäuble gar nicht. Ein Unsympath, sicher! Aber sooooo blöd gewiss nicht!
Ich finde es traurig. Denn irgendwie bleibt alles beim Alten: Die armen Deutschen hetzen gegen die noch ärmeren Flüchtlinge. Wie wäre es denn mal, wenn man gegen die reichen Deutschen hetzen würde? Warum geht das eigentlich nicht?! Schätzungen zufolge werden jährlich 50 bis 100 Milliarden Euro Steuern hinterzogen, am Fiskus vorbei geschleust. Übrigens meist von sehr wohlhabenden Menschen! Kann man nicht mal was gegen diese Steuerflüchtlinge machen? Das liegt begrifflich auch gar nicht so weit entfernt. Vielleicht mal Steuerflüchtlingsheime niederbrennen! Kann man den Steuerschleusern nicht auch das Handwerk legen?
Und für Seehofer hätte ich auch noch einen Job. Er könnte doch mal die Finanzgrenzen in Richtung Schweiz dicht machen und diese ein bisschen seriöser kontrollieren. Oder ist das mit unserer christlich-abendländischen Finanzkultur nicht zu vereinbaren?
Mit den zusätzlichen – oder auch: den eigentlichen – Steuereinnahmen könnten wir Kitas UND Flüchtlingsheime bauen UND Autobahnen UND Schulen sanieren UND endlich die längst versprochene Entwicklungshilfe von 0,7% vom BIP bezahlen. Das wurde in den Milleniumszielen vereinbart (Deutschland liegt bei 0,38%). Auf diesem Wege würde man nämlich auch einen angemesseneren Anteil zur Verbesserung der Situation in den Herkuntsländern vieler Wirtschaftsflüchtlinge beitragen.

Ach, was reg ich mich wieder auf…!
Weil: Widerstand ist alternativlos!

DSC00588