Reiseabschnittsgefährten

Machu Pisco

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Auf den Spuren der Inkas – Machu Pisco

Der Erflog des Reisens hängt wie bei vielen anderen Dingen von der richtigen Mischung ab. Und wenn ich die zurückliegenden Tage betrachte, kann ich sagen: Die Mischung hat gestimmt. Bestandteile des Cocktails waren großartige Reiseabschnittsgefährten, tolle Landschaft, ein Weltwunder und Pisco Sour. Zumindest die ersten beiden Zutaten muss ich nicht weiter erklären.
Bei Pisco Sour kommt es wiederum auf die richtige Mischung an. Denn dies war unser Reisecocktail. Das alkoholische Fundament bildet Pisco, ein 35%iger Traubenschnaps, bei dem sich Chile und Peru leidenschaftlich drum prügeln, wer’s erfunden hat. Sollen sie sich doch! Dem neutralen Konsumenten (mir) ist das egal. Zum Pisco gesellen sich Zitronensaft, Zucker und (ja!) Eiweiß, was den mitteleuropäischen Cocktailisten vermutlich erst einmal ein wenig irritiert. Aber man kann sich ganz schön dran festtrinken. Sehr erfrischenden Gesöff! – Die philosophische Frage, was denn mit dem Resteigelb geschieht, kann ich leider nicht beantworten. Bin aber für Vorschläge offen, da ich nach meiner Rückkehr mit Sicherheit mal zu einer Pisco-Verköstigung einladen werde.

Ach so! Machu Picchu war natürlich auch großartig. Volles Programm, ist klar! Aber muss ich dazu viele Worte verlieren? Naja, vielleicht ein paar: Aufstehen um 4:00, 10.000 Stufen hochsteigen, um dann mit 500 Touristen auf den Einlass zu warten, von denen sich über 90% in Bussen hochfahren lassen, sich mit 25 Leuten einen Guide teilen. Klingt alles anstrengend und super-touristisch. Aber was soll man anderes erwarten, wenn man eines der sieben (modernen) Weltwunder besichtigt?
Aber was man zu sehen bekommt, ist absolut großartig und einzigartig. Da kann man nur drei Kreuze machen, dass die spanischen Drecksbesatzer den Ort nicht gefunden haben. Die hätten sonst bestimmt eine katholische Kathedrale auf den Berg gemeißelt beziehungsweise von versklavten Indigenes meißeln lassen. Aber so… Kann man schon sagen, dass Machu Picchu völlig zurecht überbewertet ist, äh, oder so ähnlich!

 

tja, so sieht das aus! Machu Picchu in voller Schönheit!
tja, so sieht das aus! Machu Picchu in voller Schönheit!

 

 

Fundstücke – Urlaub vom Reisen

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Fundstücke in Fernwest – Urlaub vom Reisen!

Okay, das klingt jetzt vielleicht doch ein bisschen gewagt! Wahrscheinlich handele ich mir mit solchen Aussagen nur übelste Verfluchungen ein (und zu Recht!). Aber was ich damit meine, ist, dass es sehr entspannend ist, nach dem vielen Unterwegssein der zurückliegenden Wochen, einfach mal den Rucksack für eine Woche zur Ruhe kommen zu lassen. Wie oft wurde der arme Hund eilig gepackt, brutal zusammengepresst, lieblos über die Schulter geworfen und in dunkle Busladeluken gestopft …! Und bevor ich deswegen ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem braven Weggefährten bekomme, gönne ich uns mal eine Woche Strand.
Was die ganze Sache aber noch viel entspannter und auch unterhaltsamer macht, ist die Tatsache, dass ich diese Tage nicht alleine oder mit kurzfristig gefundenen Zufallsbekanntschaften und Reiseabschnittsgefährten verbringe, sondern dass ich die Bagnewski-Bande um mich herum habe. Nichts gegen Zufallsbekanntschaft! Die sind in den meisten Fälle natürlich auch total supi. Aber bei einer so langen Reise zwischenzeitlich mal ein paar FREUNDE um sich zu haben und drücken zu können, ist dann doch eine andere Liga, wenn nicht eine andere andere Sportart…
Mensch, Herr Boe, ist das eine Träne, die ich da sehe?! Quatsch, ich hatte bloß ein bisschen Caipi im Auge! – Naja, so ein bisschen Dankbarkeit und Demut streifen mich dabei schon…!
Saudações do Brasil!

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