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Morgen, Kinder, wird’s nichts mehr geben!

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Morgen, Kinder, wird’s nichts mehr geben!

Die kindliche Vorfreude auf ein Morgen, Kinder, da wird’s was geben, hat unsere Gesellschaft verlassen. Alle bisherigen Nachkriegsgenerationen konnten sich auf ein Morgen freuen, ein besseres, schöneres Morgen voller Aufstiegschancen und Sicherheiten.

Das beste Morgen, das uns von den Regierenden heute versprochen wird, ist ein mühsam verlängertes Heute, bar jeder Vision! Klingt und schmeckt ähnlich attraktiv wie ein lauwarmes Resteessen. Ein schönes, besseres Morgen scheint gerade nicht im Warenkorb der etablierten Parteien verfügbar zu sein. Also heißt es: Weiter so!

Und hier und jetzt in diese ernüchternde Zukunftsleere kommen die Populisten. Denn die haben klare und laute Visionen, die malen ihr Morgen, auch wenn es uns dumpf und grau und erschreckend und unheimlich gestrig erscheint, und schreien es hinaus in eine Welt, in der viele darauf warten, dass es endlich wieder in eine andere Richtung gibt.

Und wir denken: Puh! So ein reaktionäres und gestriges Morgen das kann es doch wohl auch nicht sein! Aber solange wir es nicht schaffen, aus der Mitte der Gesellschaft heraus endlich wieder eine wirkliche Version zu zeichnen, wie unsere Zukunft denn aussehen soll, scheint vielen auch die schlechteste Alternative immer noch die vermeintlich beste Alternative gegen das elende „Weiter so!“ zu sein.

Nur blöd, dass weder Politik noch Medien Ideen für ein solches Morgen haben. Noch schlimmer, dass diejenigen, die Visionen für ein anderes Morgen haben, solange als „Gutmenschen“ diffamiert werden, dass man sich inzwischen fast rechtfertigen muss, wenn man ein bisschen quer denkt und die neoliberale Alternativlosigkeit in Frage stellt. Die Grünen wurden im letzten Wahlkampf für ihren „Veggie-Day“ regelrecht fertig gemacht und zwar nicht von den Populisten sondern von den Etablierten und unserer sogenannten Qualitätspresse!

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wo ist bloß die Zukunft hin…?

Fundstück – die Meerschweinchentestesserstory

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Fundstücke in Fernwest – die Meerschweinchentestesserstory

„Na, das war ja klar, dass das jetzt kommt! Nach Ecuador fliegen und Meerschweinchen essen!“ Was denn, was denn…?!
Da man in allen guten wie schlechten und sogar den mittelmäßigen Reiseblogs und auch Reiseführern immer eine mit gespaltener Moralzunge gepfriemelte Meerschweinchentestesserstory findet (sentimental hin und her gerissen zwischen der eigenen weltoffenen und total toleranten Persönlichkeit und der kulturell-kulinarischen Angewidertheit des Anderen*), verzichte ich an dieser Stelle auf diesen Mainstream-Scheiß! Auch wenn ich mir bis zu meinem Lebensende solche Sprüche anhören muss wie: „Jetzt bist du extra nach Ecuador gereist und hast dann KEIN Meerschweinchen gegessen?! Du feiger Hund!“
Dafür erzähle ich Euch, dass in Südamerika das Meerschweinchen „Cuy“ heißt, weil es diese Geräusche macht, nicht beim Schlachten übrigens! „Cuy!“ Süß oder? Ist ein bisschen so, wie wenn deutsche Kinder „Wauwau!“ zu einem Hund sagen. Apropos Hund, damit kann ich übrigens dienen! Denn Hund habe ich schon mal während meines Fahrradtrips durch Indonesien auf Flores gegessen. Na und wer macht solche Sachen in diesem Vielvölkerstaat? Die Buddhisten…, die Moslem…? Nein, natürlich die Christen essen Hund! Freitags werden die Hunde wahrscheinlich ertränkt oder durchs Weihwasser gezogen, damit sie dann als Seehund gegessen werden dürfen!
In diesem Sinne wünsche ich Euch ebenfalls eine Atomwaffen und Meerschweinchen freie Vorweihnachtszeit!

(*Das „Andere“ ist hier soziologisch zu verstehen als das Fremde, Unbekannte und Angstmachende. Wir sind zwar natürlich tolerant, aber aus der Position des kulturell Überlegenden, humanistischen und die Werte kontrollierenden Gutmenschen heraus.)