Edeka gibt das Hanf frei!
Edeka gibt das Hanf frei!
„Ja, bravo, Edeka!“ und „Wird ja auch langsam Zeit!“ ging mir durch den Kopf, als ich neulich bei Edeka einkaufen war und mir diese Warenkennzeichnung ins Auge sprang.

Hatte nicht gerade erst im Februar der Bund deutscher Kriminalbeamter eine Ende des Cannabisverbots gefordert? Und schon jetzt die ersten Produkte in Supermärkten…?! Da bekam der Begriff „Vollsortimenter“ doch gleich eine neue Bedeutung!
Gut so, möchte ich meine. Wenn selbst in den prüden USA erste Staaten Cannabis legalisieren (und es jetzt dort sogar erste Studiengänge in der Weed-Branche gibt), von den Niederlanden mal ganz zu schweigen, dann könnte das doch auch in Deutschland passieren. Also theoretisch, hypothetisch… und jetzt auch ganz praktisch bei Edeka… Warum denn nicht?!
Hatte ich tatsächlich die komplette politische Debatte über die Legalisierung von Cannabis verpasst? Und hatte sich tatsächlich die CSU dazu bereit erklärt? Spätestens jetzt brach das Gedankengebäude jäh in sich zusammen. Ströbele mag vielleicht das Hanf freigeben aber doch nicht Seehofer. Obwohl der manchmal schon so daherredet, als ob er auch hin und wieder mal… Aber nein!
Ein zweiter Blick ins Sortiment erklärte leider, dass es dort gar nicht um Haschischprodukte, sondern lediglich um Hackfleischprodukte handelt. Menno! Wie langweilig und enttäuschend war das denn!
Aber Glückwunsch noch mal an mein Gehirn…
Gebt dem Zucker Peitsche
Gebt dem Zucker Peitsche – zur Zuckersteuer
Groß Britannien führt eine Zuckersteuer ein. Der Zusammenhang zwischen den gängigsten Zivilisationskrankheiten und übermäßigem Zuckerkonsum ist inzwischen, nach erfolgreichen Jahrzehnten des Leugnens, nicht mehr zu von der Hand zu weisen. Übrigens Rauchen soll ja auch schädlich sein. Nein – doch – ohhh!
Warum, verdammte Axt, kann man das nicht auch in Deutschland machen?! Und kommt mir nicht mit dem mündigen Bürger. Da muss ich kotzen! Dieser mündige deutsche Bürger wählt nicht nur zu 15% die AfD, sondern isst auch jedes Jahr durchschnittlich 39 Kilo Zucker. Das entspricht 13000 Stück Zucker. Damit könnte man einige Zuckerbrote mit beschmieren. Aber zurück zur Peitsche:
In Groß Britannien haben die Getränkehersteller bereits jetzt den Zuckergehalt ihrer Getränke deutlich verringert. Cola, Fanta und Co enthalten in GB inzwischen nur noch halb soviel Zucker wie in Deutschland. Geht doch, möchte man meinen. Und dementsprechend fordert Foodwatch ähnliche Regulierungen auch in Deutschland. In einem umfassenden Bericht macht die Verbraucherorganisation die Getränkehersteller für die Entstehung vieler Krankheiten verantwortlich.
Und was sagt Deutschland dazu? Unsere frischgebackene Bundesministerin Julia Klöckner lehnt den Vorstoß ab. Natürlich! Das wäre ja auch noch schöner! Was wissen die Engländer schon von Ernährung…?!
Hallo Deutschland! Darf man nicht einfach mal etwas von anderen Ländern lernen? Ist gar nicht schlimm, tut auch nicht weh! Kann man ruhig machen – auch als Deutschland!
Beim gleichen Spiel versagt die deutsche Regierung ja zeitgleich, wenn es um die Einführung einer Lebensmittelampel geht (link, siehe unten). Auch da sind Groß Britannien und Frankreich uns bereits einige Schritte voraus. Und was lernen wir in Deutschland daraus…? Richtig: Nüscht! Weil… äh weil… das wäre ja noch schöner!
https://tommiboe.com/2018/01/07/die-lebensmittelampel-kommt-oder-lieber-nicht/
Auch du bist Aufrüstung!
Auch du bist Aufrüstung!
Neulich in der Anstalt (linksgrünversiffte Gutmenschen-Sendung im ZDF, buh Lügenpresse!) ging es in aller Deutlichkeit um unsere Rüstungsdeals. Ja, um unsere! Und ich meine nicht unsere im Sinne von unserer deutschen Außen- und Finanzpolitik, sondern darum, dass unser persönliches Geld (ja, auch deins!) gerade mit den Rüstungskonzernen unter einer Decke steckt und unanständige, schmutzige Sachen macht, von denen deine Mama und dein Gewissen besser nichts wissen sollten!
Denn, so die Frage in der neusten Ausgabe von die Anstalt: „Haben Sie etwa ein Konto bei der GLS Bank, der Triodos Bank Deutschland oder der EthikBank? Nein…? Dann machen Sie mit, denn alle anderen Banken finanzieren Rüstungsgeschäfte.“
Tja, Wahrheiten können unappetitlich sein. Andererseits gibt’s ja heute so viele alternative Wahrheiten, da kann man sich auch etwas Passenderes, Angenehmeres aussuchen oder einfach ein paar Katzenvideos gucken oder Otterbilder!
Das Positive an diesem Scheiß ist, dass es ja die obigen Banken gibt, die in diesem dreckigen Spiel nicht mitmachen! Also hat jeder, und damit auch du, die Chance, aus den Rüstungsgeschäften auszusteigen. Das Blöde ist, du müsstest es halt auch machen! Ja, DU! Selbst die Bank wechseln! Hmmm, unrealistisch…! Wieso eigentlich?!
Weil es genauso unrealistisch ist, weg von der unsäglichen Massentierhaltung zu kommen, obwohl in Umfragen 80% der Deutschen angeben, höhere Preise für Fleisch aus besseren Haltungsbedingungen zu bezahlen. Allerdings liegt der Bio-Anteil bei Fleisch bei weniger als 2 Prozent (laut foodwatch, 2016). Auch hier liegt eine große Diskrepanz zwischen dem Eigentlich und dem Tatsächlich.
Und manchmal stehe ich dieser Eigentlich-Tatsächlich-Debatte auch tolerant gegenüber. Schließlich bin ich selbst ja auch nicht so konsequent, wie ich es manchmal gerne wäre. Zudem finde ich es gar nicht realistisch, alles auf einmal umzusetzen oder es von anderen zu verlangen. Wichtig ist hingegen die Richtung, in die man die Schritte setzt. Der eine schafft mehr Schritte auf einmal, der andere weniger. Und das ist völlig okay, solange Richtung und Ziel stimmen.
Und beim Thema Finanzierung von Rüstungsgeschäften sollte die Richtung wohl klar sein, mal abgesehen von NRA-Lobbyisten und Mitgliedern der deutschen Regierung. Und solange alle deutschen Banken bei den Geschäften mitmachen, hat es jeder in der Hand, Konsequenzen zu ziehen und die Bank zu wechseln. Ist gar nicht so schwer. Hab ich vor ein paar Jahren auch erfolgreich geschafft.
Hat gar nicht wehgetan, und seitdem ich schlafe viel besser, meine Haut ist straffer, meine Fingernägel fester und mein Haar hat auch wieder so einen seidigen Glanz.
Welche Banken sind fair, ethisch und ökologisch? Hier ein Check:
https://utopia.de/ratgeber/alternative-gruene-bank/

https://tommiboe.com/2016/11/23/yes-you-can-zumindest-wenn-du-willst/
Kann man sich eigentlich noch normal über irgendein Thema unterhalten?
Kann man sich eigentlich noch normal über irgendein Thema unterhalten?
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einen freundlichen und positiven Artikel über StreetScooter schreiben, diese E-Transporter von der Post, die man zumindest in Stuttgart jetzt überall rumflitzen sieht. Hatte mir gedacht, Mensch, das ist doch eine rundum gelungene Sache, die zudem der erbärmlichen deutschen Automobilindustrie den Spiegel vor die ignorante Fresse schlägt, äh, hält. Denn die Konzerne haben der Post eine klare Absage erteilt, was die Produktion solcher E-Transporter angeht. Und so wurde die Post inzwischen selbst zum Autobauer.
Allerdings stieß ich bei meiner Recherche wiederholt auf technische Probleme, die im Alltagsgeschäft mit dem StreetScooter einhergehen, darunter unter anderem, aber eben auch natürlich: schlechte Batterieleistungen. Sehr zur Freude der Autoindustrie, kann ich mir denken!
Sind StreetScooter nun also das Beste, was jemals auf die deutschen Straßen gebracht worden ist? Die Antwort lautet: Natürlich!
Oder sind StreetScooter doch nur Schrott, unausgereifter Scheißendreck und Sinnbild der linksversifften Ökodiktatur in Deutschland? Die Antwort lautet auch hier: Natürlich!
Es scheint (mir), als gäbe es nur noch eindimensionale, radikale und möglichst laut geschriene Antworten. Egal auf welche Fragen: einfache Antworten! Aha… und das funktioniert in einer Welt, die immer uneindeutiger, verworrener und komplexer wird? Ja, NATÜRLICH!!!
Argumente: Buh!!! Meinungen: Yeah!!!
Manchmal frage ich mich: „Kann man mit so wenig Ahnung überhaupt so viel Meinung haben?“ Und ihr könnt die Antwort vielleicht schon ahnen: NATÜRLICH kann man!!! (Viele Ausrufezeichen und Großbuchstaben helfen und können Leben retten. Sie suggerieren Kompetenz und verstärken den Wahrheitsgehalt einer Aussage nachweislich.) Sehr gut sogar, ihr Arschkrampen!!! (Fast vergessen: Beleidigungen weisen auf die Stärke der eigenen Argumenten und auf die absolute Inkompetenz aller Widerredner hin.)
Bei der ganzen Emotionalisierung, dem Skandalismus, den Shitstorms und Hassposts frage ich mich: Kann man sich eigentlich noch normal über irgendein Thema unterhalten? Bleibt natürlich offen, was inzwischen noch oder schon normal ist…

Ach ja: Danke fürs Lesen und Teilen, ihr Vollpfosten!!!
Im Folgenden geht’s um diese Frage: Ist die Menschheit nun blöder geworden oder hat sie früher einfach nur öfter die Fresse gehalten?! WEITERLESEN!!!
Die Menschheit ist nicht blöder geworden, sie hat früher einfach die Fresse gehalten!
Hassdumm!
Oder: Die Menschheit ist nicht blöder geworden, sie hat früher einfach die Fresse gehalten!
Es gab doch früher nicht so viele Idioten! denk ich manchmal. Gerade gestern erst wieder, als ich mich nach dem Lesen eines Artikels auf Zeit-Online in den Leserkommentaren verhedderte und nicht schnell genug wieder rauskam. Selbst schuld, ich weiß… aber: OH MANN!!! Echt…
Angeekelt und fasziniert zugleich quälte ich mich durch die Kommentare. Soviel Dummheit gepaart mit schlecht informierter Wut und blankem Hass! Bah! Gibt es das Wort „hassdumm“ eigentlich schon? Falls nein, ich empfehle es hiermit der deutschen Sprache! (Fun fact am Rande: Meine Suchmaschine Ecosia hat für „hassdumm“ 5 Suchergebnisse und fragt mich, ob ich „hasen dummy“ meint. Nein, meinte ich nicht, aber auch lustig!) Nicht lustig, was ich zu lesen bekomme. Meinung schlägt Ahnung! Warum sachlich oder fachlich sein, wenn man persönlich werden kann und Großbuchstaben und Ausrufezeichen auf seiner Seite hat?
Die Menschheit ist nicht blöder geworden, sie hat früher einfach häufiger die Fresse gehalten, zumindest gewisse Teile der Menschheit. Die sind stattdessen zum Stammtisch gegangen und haben dort ihre Weisheiten bei ein paar Weißbiereinheiten verbreitet, aber halt nur lokal und nicht viral! Und heute, dem Stammtischsterben sei Dank, geht der wütende, weiße Mann nicht mehr in die Kneipe sondern ins Internet. Ist ja auch näher, er muss im Winter nicht mehr vor die Tür, das Bier ist billiger und rauchen darf er auch (okay, heimlich aus dem Fenster, sonst gibt’s Ärger mit Mutti!). Und so kotet der wütende, weiße Mann, orthographisch lallend, direkt ins Internet.
Vielleicht bräuchte man einfach eine Alkoholbegrenzung für die Internetnutzung. So ein digitales Blasröhrchen, mit dem man den Rechner freischalten muss. Das lässt sich doch bestimmt technisch lösen oder…? Bohr, was eine Weltidee!