Widerstand ist alternativlos

Yes, you can – zumindest if you want!

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Yes, you can – zumindest if you want!

Die nach wie vor billigste und blödeste Ausrede ist und bleibt: „Man kann ja doch nichts ändern!“ – Bullenscheiße!

Wer, wenn nicht wir?! Ist die korrekte Antwort darauf.

Und man muss ja nicht gleich sein ganzes Leben umkrempeln. Es gibt ja auch Kleinigkeiten, die gut sind und uns gar nicht weh tun. Na klar, sich vegetarisch zu ernähren, wäre ein guter Schritt, aber zugegeben auch ein großer. Aber es geht auch einfacher. Man kann ganz klein : z.B. weniger oder bewusster Fleisch essen, womöglich in Bio-Qualität und regional!

Genauso muss man auch gar nicht Google benutzen, um zu googeln. Ich will an dieser Stelle gar keine detaillierte Google-Kritik vom Zaun brechen. Ihr seid ja schon groß. Das wisst ihr vielleicht ja selbst oder könntet das (zumindest if you want) selbst recherchieren. Aber ich sag nur mal: Steuervermeidung im Milliarden-Stil, Wettbewerbsverstöße, Datenschutz sowie Unterstützung von Klimaskeptikern… Reicht vielleicht.

Ich googel ja inzwischen über Ecosia. Und seitdem fühle ich mich super, schlaf ruhiger und mein Haar hat wieder einen seidigen Glanz.

Ecosia spendet 80% ihrer Gewinne an gemeinnützige Organisationen, die sich hauptsächlich mit Wiederaufforstungsprojekten befassen. Gerade wurde der 40 Millionste Baum gepflanzt.

Das kannst auch du – zumindest if you want!

Ähnliches:

https://tommiboe.com/2017/01/02/gutes-tun-2017/

https://tommiboe.com/2016/11/23/yes-you-can-zumindest-wenn-du-willst/

ecosia 40 mio

Über Soziale Gerechtigkeit

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Über Soziale Gerechtigkeit

Was meint der Messias Martin Schulz eigentlich, wenn er, während er übers Wasser läuft, ständig von sozialer Gerechtigkeit spricht? In jedes Mikrofon bläst er, wie ein Mantra, diesen Begriff, als hätte er ihn erfunden, und wie wichtig er für Deutschland ist. Woher hat er als Sozialdemokrat plötzlich diese Erkenntnis? Soziale Gerechtigkeit ist gut…?! Wow! Und wie glaubwürdig ist er als Oppositionspolitiker damit, zumal seine Partei ja doch schon ein ganzes Weilchen in der Regierungsverantwortung steckt und die Mitverantwortung für die wachsende Ungerechtigkeit in Deutschland trägt.

Und jetzt kommt mir nicht mit Mindestlohn! Gerade hat Arbeitsministerin Andrea Nahles, die übrigens zur gleichen SPD wie Schulz gehört, stolz verkündigt, dass der tolle, von der SPD eingeführte Mindestlohn lediglich in 13% der Fälle nicht eingehalten wird. Bravo! Möchte man meinen. Sie hat aber nicht erläutert, woher sie diese Zahlen hat. Mit gutem Grund nicht! Denn die Zahlen stammen aus einer Befragung, an der sich Arbeitgeber freiwillig beteiligen konnten, und vermutlich eher solche Unternehmer, die tatsächlich den Mindestlohn zahlen oder zumindest kein Interesse daran haben, zuzugeben, dass sie es nicht tun…

Lustiger Weise gibt es dazu auch eine unabhängige Untersuchung, in der Arbeitnehmer gefragt wurden, aus der hervorgeht, dass der Mindestlohn in 44% der untersuchten Fälle eben nicht gezahlt wird. So, liebe SPD, also feiert euch bitte erst dann, wenn der Mindestlohn greift, und solange wird bitte nicht mehr von sozialer Gerechtigkeit gefaselt.

Morgen mehr zu Managergehältern und sozialer Gerechtigkeit, liebe SPD!

Populisten-TV

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Populisten-TV

2016 war das Jahr der Populisten. Das mag keine wirklich neue Erkenntnis sein. Was ich allerdings sehr interessant finde, dass gerade unser sogenanntes Qualitätsfernsehen dafür sorgt, dass den Populisten unerhört viel Gehör verschafft wird.

Das Magazin „Monitor“ hat sich die Talkshows von ARD und ZDF im zurückliegenden Jahr angeschaut. Von 141 Sendungen der Talkshow-Formate Anne Will, Maischberger, Hart aber fair und Maybrit Illner befassten sich 54% mit den Themen „Populismus“, „Flüchtlinge“ und „Terror“. Und dabei stets auf der öffentlich-rechtlichen Bühne die sonst immer gescholtenen Vertreter von Rechtsaußen, die Zeit und Raum für die Verbreitung ihrer Thesen bekamen.

Die Öffentlich-Rechtlichen verzichteten auf ihrer Quotenjagd 2016 völlig auf zukunftsrelevante Themen wie „Energiewende“, „Bildung“ oder den Abgasskandal. In Summe: Null Sendungen dazu! Stattdessen wurde auf quotenträchtige Streitthemen gesetzt, in denen es immer wieder um Provokationen und Polarisierungen ging.

Den Vorwurf, damit den Populisten wiederholt Kanonenfutter zu liefern, indem sie immer wieder genau jene Kernthemen der AfD ins Programm nahmen, müssen sich ARD und ZDF gefallen lassen. Denn statt ausgewogener Themenwahl wurde mit provokanten Titeln wie „Angst vor Islam“, „Angst vor Terror“ oder „Angst vor Flüchtlingen“ billig auf Quote gesetzt.

Schade ARD! Schade ZDF!

Liebe Deutsche Bank – auch Ihnen ein nachhaltiges 2017

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Liebe Deutsche Bank – auch Ihnen ein nachhaltiges 2017

Gerade im Spiegel eine Anzeige von Ihnen gelesen. Übrigens, Banken wie Sie duze ich aus Gründen meiner moralischen Integrität nicht. Ich halte es da mit Joschka Fischer: „Mit Verlaub, Sie Arschloch!“.

In Ihrer Anzeige werben Sie damit, Testsieger im Bereich „Anlageberatung“ zu sein (durchgeführt vom Handelsblatt). Fraglich, ob darin auch die moralische Seite der Anlagen berücksichtigt wurde, das heißt, auf welche schutzige Art und Weise der Anleger bei Ihnen sein Geld vermehrt.

Fraglich deshalb, weil ich auch andere Testergebnisse von Ihrer Bank kenne, zum Beispiel den „fair finance guide“ und darin schneiden Sie, liebe Deutsche Bank, recht beschissen ab. In diesem Test werden die Bereiche Klimawandel, Menschenrechte, Arbeitsrechte, Natur und Umwelt, Steuern, Korruption, Rüstung und Nahrungsmittel bewertet. (Hier der Link zu Ihrer persönlichen Misserfolgsstory: http://www.fairfinanceguide.de/)

Auch in der Rubrik „anhängige internationale Klagen“ spielen Sie ja weiterhin in der Champions League, in die Manipulation des Devisenmarktes und von Referenzzinssätzen wie dem Libor sind Sie ebenso verwickelt.

Bäh! Und böse! Möchte man sagen. Aber schade, dass das niemanden interessiert. So gibt es eine großartige Dokumentation vom ZDF „Der Fall Deutsche Bank“, die sogar um 20:15 im Hauptprogramm lief. Allerdings wollte das kein Mensch sehen. Gemäß ZDF-Informationen hatte diese Doku die schlechteste Quote des gesamten Jahres zu dieser Sendezeit.

Für alle mit viel Zeit und viel Interesse: https://www.youtube.com/watch?v=jlYqmxfHl1I

Für alle anderen reicht es einfach, die Bank zu wechseln! Es gibt da schöne Genossenschaftsbanken, die sehr transparent sind, was ihre Arbeitsweise angeht. Da muss man keine Angst haben, dass das eigene Geld in irgendwelchen Rüstungskonzernen anschafft oder sich an Nahrungsmittelspekulationen beteiligt.

Demoskopenversagen

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Demoskopenversagen

Jetzt wird 2016 nach dem Bienensterben auch noch als das Jahr des großen Demoskopenversagens in die Geschichtsbücher eingehen. Wohl selten haben so viele Experten in allen möglichen Ländern derart einhellig falsch gelegen wie in diesem Jahr. Aber zu einer ignoranten, abgehobenen und die Lebensrealitäten der Bürger missverstehenden Politik gehört eben auch eine solche Journaille. Das kommt eben davon, wenn Politiker und Journalisten zulange miteinander im Bett gelegen haben. So ist das bei Verliebten. Die bekommen von der Außenwelt ja auch nichts mit!

Tja… Und die Annahme, dass die Hälfte aller US-Amerikaner weiße dicke alte sexistische ausländerfeindliche ungebildete männliche Idioten aus dem Mittleren Westen sind, überzeugt leider auch nicht so richtig. Auch wenn es noch so schlüssig erscheint…

Aber jetzt haben alle, die bisher nichts verstanden haben, plötzlich alles verstanden und das Problem erkannt. Natürlich! Schwierig nur, dass es nichts hilft, bloß zu glauben, dass man etwas verstanden hat, wenn man dann doch einfach so weitermacht wie bisher, weil die Alternativlosigkeit der letzten Jahre alle Phantasie, dass tatsächlich ein anderes Leben möglich wäre, längst getötet hat. Stattdessen merkeln wir weiter! Und das ist nur wirklich die fleischgewordene Alternativlosigkeit!

Ich habe da ein schönes Zitat von Jakob Augstein gefunden: „Offenbar ist die Demokratie in ihrem derzeitigen Zustand kein geeignetes Instrument, um für Gerechtigkeit zu sorgen!“ Denn genau darin versagt sie, bei stetig wachsender sozialer Ungleichheit, seit zwanzig Jahren!

Wir brauchen ein lautes Ja zu Alternativen! Dann erkennen wir vielleicht, dass es neben der Alternative für Deutschland noch andere echte Alternativen für ein besseres Deutschland gibt! Linksblinker setzen!