dümmer geht immer

Die Menschheit ist nicht blöder geworden, sie hat früher einfach die Fresse gehalten!

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Hassdumm!

Oder: Die Menschheit ist nicht blöder geworden, sie hat früher einfach die Fresse gehalten!

Es gab doch früher nicht so viele Idioten! denk ich manchmal. Gerade gestern erst wieder, als ich mich nach dem Lesen eines Artikels auf Zeit-Online in den Leserkommentaren verhedderte und nicht schnell genug wieder rauskam. Selbst schuld, ich weiß… aber: OH MANN!!! Echt…

Angeekelt und fasziniert zugleich quälte ich mich durch die Kommentare. Soviel Dummheit gepaart mit schlecht informierter Wut und blankem Hass! Bah! Gibt es das Wort „hassdumm“ eigentlich schon? Falls nein, ich empfehle es hiermit der deutschen Sprache! (Fun fact am Rande: Meine Suchmaschine Ecosia hat für „hassdumm“ 5 Suchergebnisse und fragt mich, ob ich „hasen dummy“ meint. Nein, meinte ich nicht, aber auch lustig!) Nicht lustig, was ich zu lesen bekomme. Meinung schlägt Ahnung! Warum sachlich oder fachlich sein, wenn man persönlich werden kann und Großbuchstaben und Ausrufezeichen auf seiner Seite hat?

Die Menschheit ist nicht blöder geworden, sie hat früher einfach häufiger die Fresse gehalten, zumindest gewisse Teile der Menschheit. Die sind stattdessen zum Stammtisch gegangen und haben dort ihre Weisheiten bei ein paar Weißbiereinheiten verbreitet, aber halt nur lokal und nicht viral! Und heute, dem Stammtischsterben sei Dank, geht der wütende, weiße Mann nicht mehr in die Kneipe sondern ins Internet. Ist ja auch näher, er muss im Winter nicht mehr vor die Tür, das Bier ist billiger und rauchen darf er auch (okay, heimlich aus dem Fenster, sonst gibt’s Ärger mit Mutti!). Und so kotet der wütende, weiße Mann, orthographisch lallend, direkt ins Internet.

Vielleicht bräuchte man einfach eine Alkoholbegrenzung für die Internetnutzung. So ein digitales Blasröhrchen, mit dem man den Rechner freischalten muss. Das lässt sich doch bestimmt technisch lösen oder…? Bohr, was eine Weltidee!

 

 

 

 

Mama, wir hatten heute Fickstil in der Schule

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Mama, wir hatten heute Fickstil in der Schule!

Ich bin ja ein großer Fan von solchen Situationen, in denen das Hirn schneller ist als man selbst.

Folgendes Bild hat mir ein Kollege aus dem Tagebuch seiner Klasse zugespielt, und mir ging es genau wie ihm, als ich las, was seine Klasse in der 3. und 4. Stunde in Bildender Kunst gemacht hatte. Whaaat…?!

fickstil

Hatte die neue Referendarin den Schuss nicht gehört und war völlig durchgeknallt. Sie hatte doch nicht tatsächlich in der 6. Klasse „Fickstile“ analysiert…?! Konnte man so wahnsinnig sein? Nicht wirklich…. oder, Moment mal…. was stand da eigentlich wirklich? Und nachdem sich mein Hirn langsam wieder beruhigt und die Augen das Geschäft des Lesens wieder übernommen hatten, ergab sich plötzlich etwas viel Harmloseres aus dem Klassenbucheintrag. Denn bei genauerem Hinsehen stand dort dann doch bloß „Fertigarbeiten Filmstil“, also ein etwas angemessener Lerninhalt für Sechstklässler.

Aha! Das hatte sich also aufgeklärt. Ein Teil in mir war natürlich beruhigt, ein anderer allerdings auch etwas enttäuscht, ist klar!

 

Ähnlich Wahnsinniges :

https://tommiboe.com/2016/08/11/milf-in-meinem-portemonnaie/

 

 

Liebling, ich hab den Algorithmus ruiniert

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Liebling, ich hab den Algorithmus ruiniert!

Oder: Wo ist eigentlich das Batteriefach, Schatz?

Als ich am letzten Wochenende bei meinem alten Freunde T.B. (nein, ich meine nicht mich selbst) in Köln war, testete ich seinen „Stick“ aus. Schon seit längerem plagten mich muskuläre Schwierigkeiten in meinem rechten Oberschenkel, ohne dass sich etwas besserte. So probierte ich das Gerät aus, rollerte damit über meinen Oberschenkel und dachte mir, naja, könnte mir ja auch so ein Ding besorgen, vielleicht hilft’s ja…

Zurück zu Hause googelte ich (natürlich über Ecosia und nicht über Google) nach einem… äh… ja, äh… wie hieß das Ding überhaupt?… Also gab ich erstmal etwas gedankenverloren „Massagestab“ einAls wenig später die Ergebnisse aufpoppten, merkte sogar ich meinen Fehler.

Denn nein, ich wollte keinen Doppelkopf-Massagestab und er sollte mir auch nicht „diskret und schnell“ von Dildoking zugeschickt werden, obwohl er mir reichlich „Spaß auf Knopfdruck“ versprach! Oder sollte er etwa doch gebraucht über Ebay-Kleinanzeigen bestellt werden. Nein, auch das nicht! Außerdem ist es natürlich Geschmackssache, ob man und frau so etwas Intimes gebraucht kaufen möchte. Wie gesagt, Geschmackssache…

Als ich meine Suche über die Begriffe „Massageroller und Faszien“ präzisierte, kam ich meinem gewünschten Objekt relativ schnell näher.

Das eigentliche Problem, das mit meiner Suche verbunden war, ist aber, dass ich mir mit solchen Suchanfragen unwiderruflich meinen persönlichen Algorithmus ruiniere. Bin ja mal gespannt, was ich als nächstes für erotisierend wirksame Kaufempfehlungen bekomme und bedanke mich schon mal im Vorfeld dafür!

Ähnliches passierte mir vor geraumer Zeit, als ich im Zuge der Verabschiedung meines damaligen Schulleiters mit meinen Klassen im Sportunterricht einen Flashmob einstudieren sollte und dafür das unsägliche „Ein Hoch auf uns!“ von Andreas Bourani (nein, dies ist keine Kaufempfehlung!) über meinen Spotify-Account abspielen ließ. Zum Dank erschien dieses Lied in meinen Favorites des Jahres 2016. Na super! Wie bekomme ich das denn je wieder aus dem Spotify-Algorithmus raus, der mich Woche für Woche mit „meiner“ Musik versorgen soll…?!

Bleibt mir wohl nur zu sagen: „Sorry, Liebling, ich hab unseren Algorithmus ruiniert!“

Apropos, wer weiß eigentlich, wo bei meinem Massageroller das Batteriefach ist? Den USB-Anschluss hab ich jedenfalls nicht gefunden!

massagestab01.jpg
Wo ist eigentlich das Batteriefach?
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Und USB-Ladeport gibt’s auch nicht!

Fundstück im ICE76

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Fundstück im ICE76

Über die Grenzen der Toleranz!

Wie alt muss man sein, damit man/frau im Zug ungestraft ein hartgekochtes Ei essen darf? – Warum nicht gleich noch eine Schlachteplatte auspacken oder auf dem Tischchen Innereien grillen?

Die Frau neben mir ist um die 80 und sie ist sich keiner Schuld bewusst, als sich ihre Dritten genussvoll ins Ei fräsen. Was kann man da machen? Wer muss hier wen tolerieren? Soll ich sie fragen, ob sie mal anhauchen möchte…?

Immerhin liegt das Eier-Odeur so dominant im Abteil, dass meine Nase nicht erkennen kann, um was für eine Wurstsorte es sich auf ihrem Butterbrot handelt. (Funfact: Eins meiner allzeit Lieblingsworte aus dem Ostdeutschen ist und bleibt Fettbemme! Sagt alles!)

Die Omi nebenan wippt vergnügt mit den Füßen. Naja, wird vielleicht Zeit, meinen vier Jahre alten Ziegenkäse rauszuholen… Oder ist das der rechte Moment, um endlich mit dem Rauchen anzufangen?

Die doppelten Integrationsverlierer

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Avatar von tommiboetommiboe

Die doppelten Integrationsverlierer!

Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit oder: noch ein Wessi, der den Ossis erklärt, was sie alles falsch gemacht haben.

Kürzlich habe ich ein paar gute Artikel zum besseren Verständnis des Ostens gelesen. Sollten viele andere auch mal tun. Viele Journalisten, Politiker und sonstige Wessis, die immer noch glauben, sie wüssten schon längst Bescheid. Tun sie aber nicht, taten sie nie und Mühe haben sie sich dabei eigentlich auch nicht gegeben.

Denn leider ist es, meines Erachtens nach, so, dass ein Großteil der Ostberichterstattung durch die Westbrille erfolgt ist und weitestgehend heute noch erfolgt. Die Wiedervereinigungsgewinner haben praktischer Weise auch gleich noch die Geschichtsschreibung über die Verlierer mit übernommen.

Auf diese Weise wurde beispielsweise nicht nur die Ostwirtschaft als unproduktiv abgestempelt, sondern auch die Ostdeutschen als solche gleich noch dazu. Man darf in diesem Zusammenhang auch einfach mal von Demütigung sprechen. Der Begriff ist durchaus angebracht, sofern…

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