Die SPD will ihr Profil schärfen

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Die SPD will ihr Profil schärfen

Whaaaat..?! Ich dachte, ich fall vom Hocker, als ich diesen Artikel auf Spiegel-online gelesen habe. Da haben doch tatsächlich neun (9!) „linke“ SPD-Parlamentarier ein Strategiepapier geschrieben, in dem es um eine klare Positionierung der SPD als „linke große Volkspartei“ gehe. Da hab ich mich schon ein bisschen vor Lachen an meiner Frühstücksbrezel verschluckt. Die SPD links…? Und groß…?! Hehe! Sehr witzig! Zumindest hat man bei der SPD nach den zurückliegenden Wahlschlappen  seinen Humor wieder gefunden (oder einfach neue erquickende Drogen).

Jedenfalls fordert dieses Strategiepapier den Stopp der Heraufsetzung des Rentenalters sowie eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes. Zudem sollen die Vermögensteuer wieder eingeführt und die Erbschaftsteuer erhöht werden.

(Uns ist schon klar, wer gerade in der Großen Koalition sitzt und die neue Erbschaftssteuer verabschiedet hat oder?)

SPD-Plakat Soziale Gerechtigkeit
„Soziale Gerechtigkeit und SPD? Hä…?! Weiß Siggi davon?!“

Mir schoss spontan die Frage durch Kopf: Weiß Siggi davon? Und wenn ja, was hält er von so viel Blasphemie in seiner Partei?

Was jetzt die SPD-Linken fordern, klingt ein bisschen nach einer nostalgischen Reise in die Vergangenheit, in die gute alte Zeit, in ein Früher, in dem es noch sozial in der SPD zuging. Ein tiefes Seufzen wäre jetzt angebracht.

Aber Moment, war es nicht Siggi „TTIP“ Gabriel selbst, der kurz vor den Wahlen (im März) bei seinem TV-Auftritt bei Maybrit Illner von einem „neuen Solidaritätsprojekt“ gefaselt hat? War da nicht was gewesen oder war das nur ein soziales Rückenmarkzucken? Ach, scheiß auf das Gelaber von gestern! Da ging es ja um etwas ganz anderes, natürlich, da ging etwas um mediale Effekthascherei. Das war Wahlkampf! Das hat doch nichts mit Inhalten oder gar politischem Handeln zu tun. Sorry, mein Fehler! Bin ich wohl mal wieder darauf reingefallen…

Aber so ein bisschen Schiss scheint Siggi ja doch zu haben. Ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt. Denn die Partei des sozialen Friedens ist jetzt ja die AfD. Und das ist schon irgendwie putzig. Denn das hat nicht irgendeine Satire-Sendung der AfD untergejubelt. Das hat sich Frauke Petry selbst ausgedacht. Vielleicht strebt sie ja noch eine Karriere als Kabarettistin an. Denn versucht mal selbst, einen Satz ironiefrei zu formulieren, in dem AfD, sozial und Frieden vorkommt, und dabei ernst zu bleiben. Schon eine starke Leistung!

 

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