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Bravo, Christian Schmidt!

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Bravo, Christian Schmidt!

Jetzt hat es einer der gesichtslosesten Minister der vergangenen Regierung quasi mit seinem letzten politischen Atemzug aber noch mal so richtig ins Rampenlicht geschafft. Respekt!

Und Christian Schmidt galt bisher wirklich nicht als besonders verhaltensauffällig. Vor ein paar Jahren hat er mal gesagt „An apple a day keeps Putin away!“, womit er dem Comedy-Verständnis der CSU-Basis noch einigermaßen entsprach. Aber der Verlängerung über die Zulassung von Glyphosat gegen den ausdrücklichen Willen der SPD zuzustimmen, dafür bedarf es (frei nach Olli Kahn) schon einer gehörigen Ration Fipronil in den Eiern und das hätte ich C.Schmidt echt nicht zugetraut.

Interessante Vorstellung, wenn nicht bereits die FDP aus der Jamaika-Sondierungsrunde ausgestiegen wäre, wie bei Bekanntwerden von Schmidts Glyphosat-Abstimmung das Gesicht von Cem Özdemir explodiert wäre oder ob er auch diesen Schlag in die grüne Fresse staatstragend und machtbesessen ausgehalten hätte? Interessant, wie gesagt…

Auf einer ganz anderen Ebene (also schieben wir mal diesen unglaublich krassen Vertrauensbruch gegenüber der SPD beiseite, mit der die Union gerade wieder Sondierungen aufnehmen möchte. Okay, schwierig…) kann man C.Schmidt auch verstehen. Denn wahrscheinlich hätte er in einer neuen, wie auch immer gearteten Regierung keinen Ministerposten mehr bekommen – ausgenommen Alleinregierung der CSU. Zumindest fällt mir kein Argument für eine Laufzeitverlängerung des Ministers ein. Also muss auch C.Schmidt sich nach einem neuen Job umschauen und mit diesem (vermutlich Milliarden schweren) Bewerbungsschreiben wird sich doch wohl ein nettes Pöstchen bei Bayer-Monsanto finden lassen.

Bravo, Christian Schmidt! Auf einer ganz niederen, fiesen und verachtenswerten Ebene: Respekt! Aber vielleicht hat er jetzt (also, nachdem er gefeuert worden sein wird) einfach mehr Zeit für seine Autobiographie „Ein Leben tief im Arsch der Interessenverbände!“

 

Ähnlich Dummes von C.Schmidt:

https://tommiboe.com/2016/12/29/wurst-ist-wurst-und-schnaps-ist-schnaps/

Wurst ist Wurst und Schnaps ist Schnaps!

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Wurst ist Wurst und Schnaps ist Schnaps!

Soso, jetzt hat also Christian Schmidt sein Resthirn verloren! Schade, sagen die einen; egal, die nächsten; noch andere fragen, Christian Wer…?! Kennt ihr nicht…? Doch! Christian Schmidt ist der putzige Landwirtschaftsminister von der CSU, der im Zusammenhang mit den russischen Sanktionen den grenzdebilen Kommentar abgegeben hatte: „An apple a day keeps Putin away!“ Na, erinnert ihr euch? Jetzt hätte man fast diesen Satz und auch den daranhängenden Minister vergessen. Aber jetzt beweist er eindrucksvoll und hirnfrei, dass es ihn noch gibt.

Zum Schutz der Verbraucher soll jetzt nämlich klar geregelt werden, dass vegane und vegetarische Lebensmittel nicht mehr so heißen dürfen wie echte, äh, fleischhaltige Lebensmittel. Also keine „vegane Wurst“ und kein „Veggie-Burger“ mehr. Denn das sei für den Verbraucher ja, Zitat: „völlig verwirrend!“ Bravo! Endlich wird die Mehrheitsgesellschaft vor der Überfremdung auf deutschen Tellern geschützt. Damit diese veganen Schwuchteln nicht länger unsere schönen deutschen Worte wie Wurst, Schnitzel, Bulette und Döner kaputt vegetarisieren können. (Vermutlich wird’s bald FlEugVedA-Demos geben von den „Fleischessern Europas gegen Veganisierung des Abendbrots“. Na, wie wär’s, Dresden? Noch Kapazitäten?)

Und vor allem, was werden die nächsten, nun vollkommen logischen Schritte sein? Umbenennung anderer völlig verwirrender Bezeichnung von Lebensmitteln stehen an. Mich verwirren schon lange Namen wie Fleischtomaten, Rosenkohl, falscher Hase, Meerschweinchen, Marmorkuchen oder gar Granatapfel. Da müsste sich doch mal ein unterbeschäftigter und überbezahlter Minister drum kümmern!

Warum hat man von diesem Typen eigentlich nichts im Zusammenhang mit der Zulassungsverlängerung von Glyphosat gehört? Naja… Was soll man schon von einem Landwirtschaftsminister von der CSU erwarten…?

Abschließend mein Wunsch zum neuen Jahr, lieber Christian Schmidt: Es wird echt Zeit, dass auch wir Biertrinker geschützt werden! Meinetwegen soll man aus Hopfen auch Erfrischungsgetränke, Eistee oder Brausepulver machen dürfen, da bin ich echt tolerant, aber warum die dann „alkoholfreies Bier“ heißen dürfen, hab ich nicht verstanden und, zugegeben, es hat mich als Konsument auch ziemlich verwirrt.