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Was macht eigentlich unsere Weinkönigin?

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Was macht eigentlich unsere Weinkönigin?

Nachdem sich unsere Weinkönigin und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner ja schon drei Tage nach Amtsantritt in den Enddarm des Bauernverbandes verabschiedet hatte (wir berichteten), ist sie lächelnd, wie es ihre Weinköniginnenart ist, vor den Kameras aufgetaucht und berichtete sichtlich stolz und lächelnd (sorry, ich wiederhole mich!) von den Vereinbarungen zur Reduzierung von Zucker, Salz und Fett. Nach dieser „nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie“, die nach Julia Klöckner einmalig in ganz Europa sei, soll sich zum Beispiel der Zuckergehalt in Softdrinks um sagenhafte 15% bis 2025 reduzieren. Krasse Scheiße, Julia, Respekt!

In Groß Britannien beträgt, nach Einführung der Zuckersteuer, die es in Deutschland mit Klöckner und Bauernverband natürlich nicht geben wird, der Zuckergehalt in Cola im Übrigen gerade mal 50% von dem in deutscher Cola. Nein – doch – ooohhh! Aber dort steckt der zuständige Minister auch nicht im Enddarm des Bauernverbandes und der Zuckerlobby.

Die hochambitionierte 15%-Reduzierung beruht, wie im Lobbyverseuchten Deutschland üblich, natürlich nicht auf gesetzlich verbindlichen Grenzwerten, sondern auf freiwilliger Selbstverpflichtung der Lebensmittelindustrie. Und wir wissen, was das bedeutet: Nichts! Trotzdem stöhnt die arme, gebeutelte, existenzbedrohte Lebensmittelindustrie ob der anstehenden Anstrengungen. (Wer kotzen möchte, kann sich dazu mal Interviews mit Christoph Minhoff anschauen. Oh Mann, was ein Penner!)

Wer in Deutschland endlich auf eine Lebensmittelampel, nach sehr gut funktionierendem französischen Vorbild, gehofft hat, kennt unsere Weinkönigin schlecht. Denn von so viel Bevormundung hält sie natürlich nichts. Wir haben doch mündige Bürger, bla bla bla! Inwieweit sich Klöckner vor dem PK-Auftritt mit Wein sediert hat, um diesen Schwachsinn als Erfolg verkaufen zu können, ist leider nicht überliefert. Na dann, Prost, Julia, und mal wieder: Danke für nichts!