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Und was hamstert Ihr so: Waffen oder Klopapier?

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Und was hamstert Ihr so: Waffen oder Klopapier?

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Waffen oder Klopapier? Die Antwort ist: Ja!

Der Pessimist sagt: Es kann nicht schlimmer kommen. Aber der Optimist weiß: Schlimmer geht immer! Das gleiche gilt übrigens auch für dumm und dümmer!

Gerade noch machte ich mich über den dummen Deutschen lustig, der bei Klopapier neuerdings nur noch in Lkw-Ladungen rechnet (und ja, auch Dumme mit anderen Nationen decken sich mit Klopapier zu, äh, ein.). Hier eine praktische Seite für alle, die auf der sicheren Seite wollen: https://reichtmeinklopapier.de/

Aber jetzt erwischte mich die Nachricht, dass der US-Amerikaner sein Sicherheitsbedürfnis gegen das Virus ganz klassisch wie gegen alle anderen Gefahrenlagen auch löst, nämlich indem er Waffen kauft. Logisch! 68% mehr Schusswaffen (gegenüber dem Vorjahreszeitraum) kauft der Ami zurzeit. Der Besitzer eines Waffengeschäfts verkaufte gar fünfmal so viel Munition wie normalerweise!

Welches das richtige Kaliber gegen das Coronavirus ist, bleibt offen. Es wird sicherheitshalber alles gekauft, was Peng! Knall! und Bumm! macht. Denn vorerst scheint es, dass die Munition doch eher für potentielle Virusträger und -überträger gedacht ist. Getreu dem Motto: „Bleiinfusion schlägt Tröpfcheninfektion!“

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Herr Boe ist natürlich bestens vorbereitet für Kampf gegen Gefährdungen aller Art!

Wer jetzt glaubt, die Amis würden Waffen statt Klopapier horten, ist allerdings falsch gewickelt. Denn der Soziologe in mir weiß, dass wir längst in der „Und“-Zeit leben, es regiert das Sowohl-als-auch. Der Ami nennt den Kauf von Waffen plus Klopapier daher „double protection“.

Und nachvollziehbar und praktisch ist das beim Einkauf durchaus. Eine überdurchschnittliche individuelle Bewaffnung kann nämlich auch bei der Beschaffung von, sagen wir einmal, Klopapier entscheidend weiterhelfen. Denn das wissen wir spätestens seit Al Capone:

Man kommt viel weiter mit einem freundlichen Wort und einer Pistole als mit einem freundlichen Wort allein.“

Was wird als nächstes gehamstert? Als wie dumm stellt sich unsere oder die US-amerikanische Gesellschaft morgen heraus? Die Nährwerte von Klopapier und Munition sollen ja gar nicht so hoch sein…

Nachdem die Bordelle zugemacht haben, würde mich zum Beispiel auch nicht wundern, wenn demnächst der Gummipuppenmarkt leergefickt, äh, leergefegt ist, sorry, es wird Frühling, bin auch schon ganz wuschig…!

 

 

Klopapier meets Corona – oder: Küchenpsychologie fürs Bad

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Klopapier meets Corona – oder: Küchenpsychologie fürs Bad

Die reichsten 10% besitzen 50% des Vermögens, die dümmsten 10% besitzen 50% des Klopapiers!

Es scheint so, dass der Deutsche in Corona-Zeiten zu Chuck Norris mutiert: „Wie viel Klopapier kaufen wir?“ – „ALLES!!1!

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Jedes Blatt hat seine zwei Seiten …

Neulich bei „dm“, als das Klopapier natürlich mal wieder ausverkauft war, vermutete die Kassiererin: „Ich glaube, die Leute fressen das!“

Auch ich hatte mir schon meine Gedanken gemacht, woher die deutsche Affinität zu Klopapier in Krisenzeiten kommt. Klar, es ist hübsch, perfekt perforiert und kuschelweich. Aber das bin ich auch…

Aber im Ernst, Psychologen und ich wissen, dass Klopapier ein Symbol für Sicherheit ist. Die Welt geht draußen unter, aber ich sitze auf dem Klo und der Blick zur Seite signalisiert mir „Ganz ruhig, Brauner! Es kann dir nichts passieren!“ und, da im Rückspiegel noch zwei Kubikmeter Klopapier erscheinen, weiß ich, das gilt bis deutlich nach dem Weltuntergang.

Nach der gleichen Logik müsste ich den Atomschutzbunker aber nicht nur in Klopapier einwickeln, sondern auch alles andere Notwendige dort einlagern. Und das würde ich auch, aber ich kann mir das nicht leisten. Küchenpsychologen sprechen vom Phänomen des „Zero-Risk-Bias“. Das bedeutet, wenn ich einen Zentner Mehl kaufe und das, weil dummerweise die Krise vorzeitig endet, nicht verzehre, dann muss ich das Mehl irgendwann wegschmeißen. Dann war das eine Fehlinvestition. Das versuche ich zu vermeiden. Daher kaufe ich – statt Mehl – zwei Kubikmeter Klopapier. Das hält! Also keine Fehlinvestition.

Andererseits bietet Klopapier in Zeiten von Nullzins und Krise womöglich interessante Renditechancen. Ähnliche Preissteigerungen gibt es bereits bei Desinfektionsmitteln, wo besorgte Bürger von fürsorgenden Bürgern im Internet abgezockt werden. Bitte denkt aber daran, bei aller Fürsorge, den Gewinn beim Finanzamt anzugeben, denn es sind 25% Kapitalertragssteuer fällig.

Vielleicht, und man kann nicht dumm genug denken (ich jedenfalls nicht), will der deutsche „Geiz ist geil“-Kunde auch nicht so viel Geld für überteuerte Atemschutzmasken ausgeben und wickelt sich stattdessen, bevor er das Haus verlässt, eine halbe Rolle Klopapier (reicht!) um Mund und Nase. Kann man auch gut auf der Höhe der Sutura Lambdoidea hinten am Schädel festtackern.

Vorteil: Wenn du so durch die Straßen oder den Supermarkt läufst, halten alle anderen garantiert ausreichend Sicherheitsabstand von dir! – Hat sich bisher leider noch nicht im Straßenbild durchgesetzt. Schade eigentlich…

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Frage: Gibt es auch ein Vermumienverbot?

Außerdem kann ich mit dem restlichen Klopapierpaketen im nächsten Winter meine Außentür dämmen!

Oder wie ein entfernter Bekannter sagte: „Ich kaufe ja nur so viel Klopapier wegen Home Office, weil ich sonst auf Arbeit scheiße!“ – Muss man nichts mehr zu sagen…

https://tommiboe.com/2020/03/13/was-wir-schon-jetzt-von-corona-lernen-koennen/