Yes, you can – zumindest wenn du willst

Wie, was… Fairtrade ist gar nicht immer sauteuer?!

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Wie, was… Fairtrade ist gar nicht immer sauteuer?!

Aus der Rubrik: „Yes, you can – zumindest if you want!“

Für alle, die immer sagen, man könne ja sowieso nichts tun, und dann auch nichts tun, ist dir richtige Antwort und Einstellung: Wer, wenn nicht wir, soll denn etwas tun?!

Hab mir gerade Weihnachtsgeschenke auf grundstoff.net bestellt. Mal eine gute Seite für alle, die immer meckern, dass Fairtrade so schrecklich teuer sei, ohne sich darüber zu informieren, ob diese Wahrheit auch tatsächlich wahr ist. Wer bereit ist, mit seinen Vorurteilen aufzuräumen und sie unter Umständen rauszuschmeißen (aber wer ist das schon, wo man es sich mit ihnen so bequem eingerichtet hat?!), kann ja mal gucken. Danach kann man auch gerne wieder weiter mosern. Aber zwischendrin mal Infos einholen. Das wäre schon mal was! (z.B. dies und noch vieles mehr: https://www.grundstoff.net/maenner/v-neck-t-shirts/5183/t-shirt-mit-v-ausschnitt-aus-bio-baumwolle-stretch-limo)

Es ist halt zu wenig, alle fünf Jahre, wenn so eine Schrottfabrik in Bangladesch Feuer fängt oder einfach in sich zusammenbricht und Hunderte Menschen ihr Leben verlieren, Betroffenheit und Empörung zu simulieren oder in der Vorweihnachtszeit „Brot für die Welt“ einen Check zu schicken. Das ist zu wenig, wenn man sich den Rest des Jahres einen Scheiß kümmert.

Mehr als 60 Millionen Menschen weltweit sind direkt in der Textil- und Bekleidungsindustrie beschäftigt und sorgen dafür, dass wir billige Kleidung bekommen. Aber dieser Preis hat eben seinen Preis – das steckt ja schon im Wort! So werden die Produktionskosten über Lohnniveau, Arbeitszeiten, Gesundheitsschutz, Sicherheits- und Umweltstandards etc. so weit gedrückt, dass unser Geiz und unsere Gier nach immer mehr und immer billiger befriedigt werden! Und nur ein kleiner Nebensatz für alle, die die abendländischen Werte hochhalten: Geiz und Gier sind Todsünden. Das nur so nebenbei, obwohl ich persönlich eher auf humanistische Werte stehe…

Ich erwarte von niemandem, dass er vom einen auf den anderen Tag zum Veganer wird oder ab morgen bis an sein Lebensende nur noch Fahrrad fährt. Das wäre sicherlich auf verschiedenen Ebene großartig. Aber man kann doch mal mit einem (1!) fairen Kleidungsstück anfangen. Das ist doch realisierbar! Bequem im Internet bestellen und es wird sogar mit GoGreen Co2-neutral ausgeliefert. Vielleicht kommt man ja auf den Geschmack und merkt, dass Fairtrade gar nicht wehtut! Außerdem ist die Unterstützung nachhaltiger Produktionsweisen die beste Form von Entwicklungshilfe!

In diesem Sinne: „Yes, you can – zumindest if you want!“

 

https://tommiboe.com/2017/05/27/fairtrade-kaffee-kann-jeder/

Ich fliege jetzt atmosfair

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Ich fliege jetzt atmosfair!

Aus der Rubrik: Yes, you can – zumindest if you want!

Für alle, die immer sagen, man könne ja sowieso nichts tun, und dann auch konsequenter Weise gar nichts tun, ist die richtige Antwort und Einstellung: Wer, wenn nicht wir, soll denn etwas tun?!

Und wenn diejenigen, die nichts tun, wenigstens die Fresse halten würden, wäre das auch noch zu ertragen. Aber stattdessen holen diese Hackfressen zum großen Gut-Menschen-Bashing aus, von wegen Öko-Diktatur von diesem links-grün-versifften Pack. Die Welt retten auf Kosten unseres Wohlstands…?! Im Ernst?! Das ist doch echt das Letzte! Zumal dieses links-grün-versiffte Pack ja bereits seit Jahrzehnten die Regierung stellt und das Volk unterdrückt… Ach nee, Moment, das war anders oder…?

Aber natürlich können wir etwas tun! Auch ich bin, zugegeben, schrecklich inkonsequent. Immerhin ertappe ich mich hin und wieder dabei, ärgere mich über mich selbst und versuche dann (manchmal), etwas zu ändern. Und sei es ein erster kleiner Schritt. Als ich für meinen letzten Flug nach Barcelona in Stuttgart vor dem Security-Check wartete, fiel mein Blick auf eine Werbefläche von „Atmosfair“, einer gemeinnützigen GmbH, die sich über Klimaschutzprojekte dafür einsetzt, dass der durch das Fliegen entstandene Schaden wieder kompensiert wird. Auf der Homepage  lässt sich berechnen, wie viel CO2 jeder einzelne Passagier durch seinen Flug (z.B. von Stuttgart nach Barcelona) verursacht hat. Dann kann man durch eine Spende für unterschiedliche Klimaschutzprojekte, dem sogenannten Kompensationbeitrag, seine Klimasünde „wiedergutmachen“.

Ich weiß, das klingt ein bisschen nach modernem Ablasshandel, so wie damals bei der Krombacher-Kampagne „Saufen für den Regenwald!“. Aber zum einen sind wir schließlich grad im Lutherjahr und zum anderen: immer noch viel besser, als wieder mal einfach nichts zu tun! (Für die, die sich nicht mehr erinnern, weil sie zu jung sind oder wegen alkoholbedingter Vergesslichkeit: Krombacher versprach, für jeden verkauften und versoffenen Kasten Bier einen Quadratmeter Regenwald zu retten.)

Aber Atmosfair ist seriös und transparent. Es kann sich jeder schnell ein Bild machen, bevor er die (Lügen-)Fresse aufreißt und zu bashen und zu haten beginnt. Natürlich wäre es besser, weniger zu fliegen. Kein Widerspruch bei vollem Schuldeingeständnis. Aber immerhin gibt es die Möglichkeit, durch diese Form der Kompensation sinnvolle Klimaschutzprojekte zu unterstützen. Und das kann mit Sicherheit nicht schaden!

Und jetzt für alle, die das nicht überzeugen mag: Man bekommt von Atmosfair am Jahresanfang sogar noch eine Spendenbescheinigung und kann so seinen Kompensationsbeitrag bei der Steuererklärung geltend machen. Bääm!

Yes, you can – zumindest if you want!

https://www.atmosfair.de

 

 

 

 

Fairtrade-Kaffee kann jeder!

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Fairtrade-Kaffee kann jeder!

Gutes Tun 2017 oder: „Yes, you can – zumindest if you want!“

Jede:r Deutsche kaufte im Jahr 2016  für gerade mal 13 Euro faire Produkte, also solche Produkte, die mit dem Fairtrade-Siegel gekennzeichnet sind. In Österreich sind es im Schnitt 30 Euro, in Groß Brittanien 44 und in der Schweiz 69 Euro im Jahr (mehr).

Gut, wer bis hierher gelesen hat, mag schon über dem deutschen, vielleicht sogar über dem schweizerischen Schnitt liegen. Aber trotzdem sind diese Zahlen peinlich und sie sind ein Spiegel unserer Gleichgültigkeit und unseres Geizes. Denn das Wissen über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf Kaffee-, Kakao-, Bananen- oder was-auch-immer-Plantagen der Welt ist ja kein Geheimnis oder Herrschaftswissen. Das weiß jede:r, ob man nun will oder nicht. Ja, Wissen tut manchmal auch weh. Da hilft nur aktives und gut einstudiertes Verdrängen und das können wir super und praktizieren es jeden Tag! Bestes Beispiel: im Supermarkt beim Einkaufen.

Fairtrade-Kaffee macht in Deutschland gerade mal vier Prozent aus. Die Argumente, dass Fairtrade-Produkte unerschwinglich seien, sind selten so verkehrt wie beim Kaffee. Mein Rewe-Markt um die Ecke bietet das Kilo Bio-Fairtrade-Bohnen für 9,99 an, was sogar günstiger ist als andere (nicht-Fairtrade) Markenprodukte. Und meine Gaggia macht daraus einen sehr feinen, leckeren Kaffee.

Und für alle, die sonst immer die „Oha – Fairtrade ist voll teuer“-Keule rausholen, aber gleichzeitig auf ihren Nespresso- oder anderen Kapsel-Kaffee-Kack nicht verzichten wollen: Rechnet doch mal aus, was eure Tasse Kaffee kostet und seid ehrlich dabei und vergesst solche Argumente „Aber ist doch total praktisch!“ Am Arsch! Es ist viel teurer und zudem eine elende Umweltsauerei.

Und für alle Kapsel-Fetischist:innen, die immer noch nicht aufgeben: Es gibt inzwischen einen Kapselkaffee, der Bio und Fairtrade ist und dessen Kapseln kompostierbar sind. Und, als wäre das nicht genug, er ist nicht mal teurer als Nespresso! So Schweinebacke! Und jetzt du! Und wehe, du kommst mir jetzt mit George Clooney…!

Und was haben wir gelernt? Ganz einfach: Fairtrade-Kaffee kann jeder!

Yes, you can – zumindest if you want!

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Yes, you can – zumindest if you want!

Die nach wie vor billigste und blödeste Ausrede ist und bleibt: „Man kann ja doch nichts ändern!“ – Bullenscheiße!

Wer, wenn nicht wir?! Ist die korrekte Antwort darauf.

Und man muss ja nicht gleich sein ganzes Leben umkrempeln. Es gibt ja auch Kleinigkeiten, die gut sind und uns gar nicht weh tun. Na klar, sich vegetarisch zu ernähren, wäre ein guter Schritt, aber zugegeben auch ein großer. Aber es geht auch einfacher. Man kann ganz klein : z.B. weniger oder bewusster Fleisch essen, womöglich in Bio-Qualität und regional!

Genauso muss man auch gar nicht Google benutzen, um zu googeln. Ich will an dieser Stelle gar keine detaillierte Google-Kritik vom Zaun brechen. Ihr seid ja schon groß. Das wisst ihr vielleicht ja selbst oder könntet das (zumindest if you want) selbst recherchieren. Aber ich sag nur mal: Steuervermeidung im Milliarden-Stil, Wettbewerbsverstöße, Datenschutz sowie Unterstützung von Klimaskeptikern… Reicht vielleicht.

Ich googel ja inzwischen über Ecosia. Und seitdem fühle ich mich super, schlaf ruhiger und mein Haar hat wieder einen seidigen Glanz.

Ecosia spendet 80% ihrer Gewinne an gemeinnützige Organisationen, die sich hauptsächlich mit Wiederaufforstungsprojekten befassen. Gerade wurde der 40 Millionste Baum gepflanzt.

Das kannst auch du – zumindest if you want!

Ähnliches:

https://tommiboe.com/2017/01/02/gutes-tun-2017/

https://tommiboe.com/2016/11/23/yes-you-can-zumindest-wenn-du-willst/

ecosia 40 mio

Gutes Tun 2017

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Gutes Tun 2017

Ob etwas gut wird, liegt auch an uns!

Zum einen natürlich, weil gut schrecklich relativ ist, und wir dadurch unmittelbaren Einfluss darauf haben, ob etwas gut ist oder eben nicht , weil wir es so oder so wahrnehmen. Schön zu wissen!

Dann sollte man sich bewusst machen (oder werden), dass Gutes Tun erst einmal etwas Gutes ist, genauso wie man „Gutmensch“, meiner Ansicht nach, nicht als Schimpfwort verstehen oder gar benutzen sollte, was in unserer Zeit des Meckerns, Schimpfens und Hatens leider längst Normalität geworden ist. Auf dieser Basis wird’s nämlich einfach schwer, positiv zu bleiben. Und was passiert, wenn uns eine positive Grundeinstellung verloren geht, konnte man leider 2016 sehr gut beobachten, und, um alle Hoffnungen schnell zu zerstören, das wird sich auch 2017 weiter beobachten lassen.

Es sei denn wir (und damit jeder einzelne von uns) bekommen es hin, nicht alle anderen, sondern uns selbst in die Pflicht zu nehmen, damit sich etwas ändern kann. Es hilft nichts, bloß auf die Eliten von Politik, Finanzen und Presse zu schimpfen, solange wir selbst genauso etabliert sind und nicht bereit sind, unseren Arsch aus unserem wohligen Körbchen, aus unserer Comfort-Zone zu bewegen. Denn ansonsten, und das sollten wir uns klarmachen, gehören auch wir zu den Etablierten, die sich im „Weiter-So“-Modus eingerichtet haben.

Und Kabarett-Sendungen zu sehen und dann ernst und zustimmend zu nicken, reicht leider nicht aus. Genauso wenig, wie einmal im Jahr zu wählen.

Wenn etwas besser werden soll, dann müssen wir schon selbst ran, im Kleinen, jeder für sich, und alle gemeinsam! Denn jemand anderes wird sich nicht finden, um es zu tun. Nicht die Etablierten und schon gar nicht diejenigen, die dagegen sind. Ernsthaft, was sollten die denn ändern…?! Und, schlimmer noch, was würde dabei rauskommen…?!

Da muss sich also schon jeder selbst fragen: wen will ich unterstützen und wen nicht. Und wem nutze ich damit!? Welchem Trachtenverein, welchem Konzern, welchem Ausbeuter, welchem Umweltverschmutzer, welcher Bank, welchem Energieversorger, welchem Markt, welcher Partei…?

Ich werde es 2017 versuchen, im Kleinen, für mich, und ich werde davon berichten. Wer macht mit?!

Und bis dahin empfehle ich folgendes, denn Spaß gehört zu einer positiven Grundeinstellung unabdingbar dazu:

Fanny van Dannen „Gutes Tun“-Link

 

https://tommiboe.com/2016/11/23/yes-you-can-zumindest-wenn-du-willst/