tommiboe

Durch den Taifun

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Mittwoch, 13 Uhr Ortszeit, Cat Ba, Vietnam.
Ich sitze entspannt bei einem Cà Phê Muôi (gesalzener Kaffee, ziemlich geil) in einem Café und studiere die Großwetterlage, nachdem ich gestern schon besorgte Anfragen aus Deutschland bekommen habe mit der Aufforderung, mich doch bitte schnell in Sicherheit zu begeben. Grund dafür: Taifun Kalmaegi, der zwar gerade mit den Philippinen fertig ist, aber über dem Südchinesischen Meer noch mal ordentlich Energie auftankt (kleine App-Empfehlung für alle Hobby-Meteorolog:innen: „Windy.com“). Das Besondere an Taifun Kalmaegi ist, dass er neben seinen hohen Windgeschwindigkeiten zudem eine sehr hohe Zuggeschwindigkeit ausweist, sich also sehr schnell voran bewegt. Das bedeutet, dass er schon in 24 Stunden auf die Küste Zentralvietnams trifft und neben Sturm auch zu Starkregen und Überschwemmungen führen wird.
Zur gleichen Zeit werde ich bei Sonnenschein (im Norden Vietnams) auf einem Boot durch die malerischen Karstfelsen der Lan Ha- (neben der Halong-) Bucht schippern.
Fazit: ähm…? Ach, guck mal, da kommt gerade ein frischer Cà Phê Trúng an meinen Tisch, das ist ein vietnamesischer „Eierkaffee“, auch sehr lecker! Wenn ich nicht aufpasse, drifte ich völlig ab und werde noch zum Foodblogger! Da kann sich Markus Söder aber warm anziehen! Muss ich nur noch schnell mit der KI eine Wurst ins Bild einfügen…

Und hier die zu erwartenden Regenmenge für Zentralvietnam
So, Markus S, eat this, du dreckiger Foodblogger!

Der Zug, der über die Füße fährt

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naja, also fast… Aber ein bisschen Schlagzeile/ Clickbait muss schon sein!

Natürlich mache auch ich das, was alle in Hanoi machen. Bin ja weder etwas Besonders noch doof. Und selbstverständlich ist die Train Street supertouristisch und hat mit dem authentischen Hà Nôi, was immer das auch sein soll, nichts zu tun. Andererseits, wo sonst fährt einem ein Zug quasi über die Füße, während man entspannt in einer Bar sitzt – zugegeben mit Tausend anderen Touris. Muss ich mal meinen moralischen Kompass auf Zimmerlautstärke zusammenfalten und sagen: Enjoy the show! Schub schub!!

Zumindest habe ich mich nicht um den Fahrplan gekümmert (moralisches Anarcho-Plus). Mein Motorrad-Taxi hält, als gerade vor unserer Nase die Schranken zugezogen werden. Ich springe vom Bock und bin bereit für die Einfahrt des Zuges und erlebe, wie er sich in Schrittgeschwindigkeit an meinen Zehenspitzen vorbeischiebt. Timing ist halt doch unbezahlbar. Das hat man oder man hat es nicht. Zumindest das unterscheidet mich von den Tausend anderen… (rede ich mir ein!)

Vorsicht mit den Füßen!
Kaum ist der Zug vorbei, werden die Gleise als Fußweg genutzt…
…und um die Tourist:innen zu versorgen.

Rainy day in Hanoi

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Das Mitleid mir gegenüber darf man sich sparen. Ich allerdings denke: die armen Motorradfahrer:innnen!
Als ich an meinem ersten Tag in Hanoi für einen kleinen Rundgang aufbrach und losschlenderte, fiel mir auf, dass ich – ohne Übertreibung – der einzige Fußgänger in ganz Hanoi war! Und das bei 8,4 Millionen Menschen. Niemand geht hier zu Fuß! Ausnahme ist die historische Altstadt, in der sich die Tourist:innen zu Fuß bewegen. Aber für alle anderen gilt: Warum sollte man gehen, wenn man 6,5 Millionen Motorräder und -roller besitzt? Es gibt auch überhaupt keinen Platz, um zu gehen. Denn die Gehwege sind Stehwege für die Motorräder, die gerade nicht fahren, sodass ich bei meinem Spaziergang die meiste Zeit am Rande der Straße unterwegs war und immer den vorbeirauschenden Verkehr im Blick haben musste. Entspanntes Flanieren geht anders. Das ließ mich schnell erkennen, dass, die Stadt zu Fuß zu erkunden, keine gute Idee war. Schade, hatte ich doch Stadtrundgänge bisher immer gerne gemacht!
Aber da ich ein adaptionsfähiger Mensch bin, habe ich ab Tag 2 das gemacht, was alle machen, die kein eigenes Motorrad haben: Sie steigen auf ein vorbeifahrendes. Und damit das nicht zu übergriffig daherkommt, schließlich steigt man nicht einfach auf fremde Motorräder, das weiß selbst ich, habe ich mir eine entsprechende App heruntergeladen (Grab), mittels der man sich in einigen wenigen Minuten ein Motorrad mit einem meist grüngekleideten Fahrer buchen kann. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, besonders für diejenigen, die mit einem Minimum an Verkehrsregeln großgeworden sind. Da ich aber schon immer einen kleinen Faible für Anarchie hatte und als passionierter Radfahrer rote Ampeln eher als eine vage Handlungsempfehlung empfinde, konnte ich mich schnell damit arrangieren.
Nein, und ich folge dem Rat meines Anwaltes: ich gebe hier ausdrücklich keine Handlungsempfehlung für andere, die StVO ebenfalls zu ignorieren. Falls aber jemand von ganz alleine darauf kommen sollte, nachts in Stuttgart mit Pinsel und Farbeimer bewaffnet, dringend erforderliche Fahrradwege einzuzeichnen… wer bin ich, solche Leute aufzuhalten!

Motorrad-Taxi mit dem ehemaligen Fußgänger Herrn Boe als Passagier
Gut, dass die meisten Vietnamesen relativ klein sind, so funktioniert die Helmkamera einwandfrei!

Empfängnisverhütung durch Covid-Impfung

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Empfängnisverhütung durch Covid-Impfung!

Ja, Ihr lest richtig! Jetzt ist es raus! Endlich einmal eine gute Neuigkeit zum Thema Impfen!

Die Zwillingsschwestern Doreen und Mandy aus Thüringen berichten über ihren Selbstversuch. Sie wollen gleichzeitig schwanger werden. Sie haben alles geplant und mit ihren Partnern abgestimmt. Das Problem: Nur eine der beiden ist gegen Covid doppeltgeimpft. Und jetzt passiert das, was wir alle immer gewusst haben, nämlich dass jetzt ist die andere schwanger ist und die Geimpfte nicht – natürlich nicht. Unfruchtbar durch die Impfung, also doch! Skandal…!!1! (gesicherte und Millionenfach geteilte Datenlage vgl. Fakebook)!

Was für die Zwillinge aus Thüringen nun als Katastrophe daherkommt, wird für Millionen anderer Frauen hingegen eine Erlösung sein, nämlich die Erlösung von der unausweichlichen Anti-Baby-Pille!

Wenn sich ebenso viele Leute über die seit Jahrzehnten bekannten und bestens belegten Nebenwirkungen der Anti-Baby-Pille aufregen und dafür auf die Straße gegangen wären wie derzeit Corona- und Impf-Skeptiker:innen, wer weiß, was sich in diesem Bereich geändert hätte – sei es in pharmazeutischer oder gesellschaftlicher Hinsicht… Und auch die heimischen Kondomhersteller und die Bio-Kautschuk-Produzenten in der dritten Welt hätten womöglich davon profitieren können, Zwinkersmiley…

Das Problem mit den Nebenwirkungen der Anti-Baby-Pille ist aber zum einen, dass sie wissenschaftlich belegt und daher natürlich vollkommen unglaubwürdig sind (von wegen links-grün-versiffte Mainstream-und von Bill-Gates-gechippte Lügenwissenschaft), und zum anderen ja bloß Frauen betreffen und damit auch wieder nur hysterischer Alarmismus sind!

Aber, liebe Verhütende: eine komplette Unfruchtbarkeit tritt erst mit der Booster-Impfung ein! Für eine dauerhafte Empfängnisverhütung auf Basis der Corona-Impfstoffe bedarf es einer regelmäßigen, halbjährigen Auffrischung. Aber die wird ja vermutlich auch für einen dauerhaften Corona-Schutz notwendig sein.

Welcher Impfstoff sich besonders zur Empfängnisverhütung eignet und zu wieviel Prozent der Verhütungsschutz wirkt, ist noch unklar. Meine Impfehlung (Kofferwort aus Impfung und Empfehlung) sind natürlich Totimpfstoffe, allein wegen der semantischen Schlagkraft.

Pikantes Detail: Noch äußert sich BigPharma nicht zu diesen Behandlungserfolgen. Schließlich ist die Anti-Baby-Pille ein Milliardengeschäft…

97% aller Lügen entsprechen nicht den Tatsachen!

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97% aller Lügen entsprechen nicht den Tatsachen!

Untertitel: Aber was ist mit den anderen drei Prozent? Kann man jetzt nicht einmal mehr den Lügen vertrauen…?!1!

Neulich habe ich diesen Post gelesen: „97% of Scientists agree with Whoever is Funding Them!“ und mein erster Reflex war, dem direkt zuzustimmen. Denn sofort kam mir der Spruch in den Sinn „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“ – Und vielleicht denkt man auch an die Wissenschaftler:innen, die im Dienste der Tabakindustrie tätig waren und die Kohle- und Ölinteressen unterstützen…

Aber wie das so ist mit den ersten Reflexen, sie sind zwar die schnellsten, aber nicht immer die hellsten! Denn selbst wenn in der obigen Aussage ein Funken Wahrheit stecken mag, so ist sie doch insgesamt ein krasses Misstrauensvotum an die Wissenschaft generell und auch sinnbildlich für unsere derzeitige Debattenkultur, in der Vertrauen, sei es in Wissenschaft, Presse oder gar Politik, zunehmend beschädigt ist und wird. Meiner Ansicht nach, kann man aktuell von einem gesellschaftlichen Vertrauensverlust sprechen. Und so funktioniert auch der Post.

Aber erst mein dritter Gedanke wies mich darauf hin, woher mir diese „97% Wissenschaftler:innen“ bekannt vorkamen. Denn im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Anerkennung des menschengemachten Klimawandels wird genau diese Zahl immer wieder genannt, nämlich diese 97% der Klima-Wissenschaftler:innen. Zufall also, dass in obigem Post auch von genau 97% die Rede ist? Eher nicht! Klares Ziel dieses Posts soll ja gerade sein, die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zu beschädigen.

Auch kein Zufall und auf seltsame Art geradezu putzig, dass in vielen Veröffentlichungen im Internet immer wieder die Richtigkeit dieser 97% der Klima-Wissenschaftler:innen angezweifelt wird, aber nicht die Richtigkeit des menschengemachten Klimawandels. Als ob es wichtig wäre, ob es nun 97, 93 oder 99% der Klima-Wissenschaftler:innen sind. Aber auch hier geht’s um die Macht des Zweifels. Denn wo der Zweifel erst einmal in der Welt ist, da gibt es kein Vertrauen mehr. Wer Zweifel sät, wird Misstrauen ernten! Und genau darum geht’s leider! Und wie erfolgreich diese Strategie ist, kann man ja gerade sehr gut beobachten…

Natürlich ist der Zweifel nicht immer schlecht oder verkehrt! Aber der Zweifel ist eben auch eine Sau und vermag es, so ziemlich jedes Vertrauen zu vernichten!