Die schönsten veganen Gerichte mit ahle Worschd

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Die schönsten veganen Gerichte mit Ahle Worschd
Ich finde ja, Veganer um sich herum zu haben, schafft immer kreative Ideen. Jeder normale Mensch sollte mindestens einen Veganer im Freundeskreis haben. Das bereichert ungemein! Und das meine ich in erster Hinsicht natürlich nicht kulinarisch. Ich will an dieser Stelle aber gar nicht unnötig das Niveau herabdrücken (wie sonst) und sagen, vegane Küche ist nicht Bereicherung sondern das Gegenteil, weil sie einem ja einen Großteil der Nahrungsmittel wegnimmt. Nein, ich will auch kein Veganer-Bashing betreiben, weil mir das zu billig ist (das kann und macht ja jeder) und zumal die meisten Veganer längst nicht so verkrampft und belehrend sind, wie immer getan wird. Und ich kann das beurteilen, da ich ja selbst Lehrer und Belehrer bin. Außerdem meine ich in diesem Beitrag gar nicht Veganer und auch nicht vegane Gerichte sondern Vegetarier und vegetarische Gerichte. Wenn ich das hier und jetzt in einen Topf werfe, dann ist das also kein peinlicher Fehler sondern lediglich ein billiges Stilmittel. Denn vegan ist zur Zeit einfach hipper als vegetarisch. Vegetarier sind angepasst, laaaangweilig und Hundert Jahre alt. Über die regt sich schon lange keiner mehr auf. Veganer sind also die Vegetarier von Gestern aber dafür die Frutarier von Gestern (oder so ähnlich).
Als wir Ostern im Freundeskreis im nordhessischen Nirgendwo beisammen saßen, war auch so ein Drecksveganer dabei (bei dem es sich in Wirklichkeit natürlich um einen sehr lustigen Drecksvegetarier handelt). Und ich konnte diese Situation wieder einmal als Bereicherung empfinden. Denn wir kamen auf die hübsche Idee meines neuen Fotoprojekts, das da heißt „Die schönsten veganen Gerichte mit Ahle Worschd!“
„Ahle Worschd“ heißt für die, die der nordhessischen Sprache und Küche nicht mächtig sind, „alte Wurst“ und ist eine sehr typische und zugleich schmackhafte Rohwurstspezialität, die der Nordhesse quasi (also theoretisch und praktisch) mit und zur Muttermilch aufnimmt. Momente, in denen ein süddeutscher Erziehungspraktikant zur Brezel greift, um seine Kleinen zu versorgen, gehören in Nordhessen traditionell der Ahlen Worschd! (zugegeben: auch weil es dort keine gescheiten Brezeln gibt!) Die Ahle Worschd ist eine Kulturkonstante, insofern man in Nordhessen von Kultur sprechen kann.
Und während wir um den Essenstisch saßen, bemerkten wir, wie schön sich so eine Ahle Worschd neben veganem Essen machte. Und schon war das, vermutlich höchst erfolgreiche Fotoprojekt geboren!
Mittlerweile habe ich das Projekt schon ausgeweitet auf „Die schönsten Veganer mit Ahle Worschd!“ Das hat so ein bisschen was von dieser Kampagne „Nackt im Nerz!“, wo sich C-Promis nackt im Nerz, ach nee, Moment, nackt ohne (!) Nerz fotografieren lassen, weil sie nicht vom Playboy gefragt worden sind und um ihre Karriere wieder anzuschieben. Oder so ähnlich! So ganz hab ich das wohl nicht kapiert…
In jedem Fall ist mein Fotoprojekt auch dafür da, meine Karriere wieder richtig anzuschieben. Und deshalb dürft ihr alle kräftig mitschieben und mitmachen. Denn es handelt sich um ein integratives Fotokunst-Beteiligungsprojekt. Also schickt mir auch Eure „schönsten veganen Gerichte mit Ahle Worschd!“ Gerne dürft ihr dabei auch die „Ahle“ durch regional typische Extrawürste ersetzen. Ich möchte hier nicht als „Ahle Worschd“-Nazi rüberkommen, sondern freu mich, im Gegenteil, auf zugesendete gesamtdeutsche, ach was, internationale Wurstvielfalt, natürlich im veganen Mantel!
Dann mal los!

Oder natürlich einfach mal den leeren Teller nach dem Essen fotografieren: #FoodNoPorn

Apropos Frutarier! Demnächst vielleicht mehr zum Thema „Melkverlustkäse„!

DSC00766

hmmmm lecker! Wenn das mal keine gelungene Integration ist…!

Ein Kommentar zu „Die schönsten veganen Gerichte mit ahle Worschd

    gast sagte:
    Juni 10, 2015 um 9:11 am

    Erfrischendes Ahle-Worschd Taboulé

    Ich esse ja wirklich nicht gerne Salat (ich weiß, gesund und als Veganerin und überhaupt und sowieso muss man doch…nein, muss ich nicht, denn jeder Salat liegt mir wie Blei im Magen und ich bekomme meist Bauchweh, so.), aber wenn ich welchen esse, dann meist diesen. Taboulé ist ein unglaublich aromatischer, frischer Salat, der aber durch dem Ahle Worschd gut sättigt und für mich ideal bekömmlich ist.
    Man brauch nur wenige, aber dafür gute Zutaten und dann ist dieser Salat der Hammer! Ahle Worschd ist geschredderter und vorgegarter Tier, dem nur kurz aufgekocht oder mit kochendem Wasser übergossen werden muss. Ich nehme am liebsten dem grobe Ahle Worschd, es gibt dem aber auch feiner. Dazu kommen frische Strauchtomaten und Gurken, allesamt ohne Kerne/Fruchtfleisch, das ist super wichtig, da sonst der Salat durchmatscht. Weiterhin ordentlich frischer Zitronensaft, aromatisches Olivenöl und viiiiel Petersilie. Ursprünglich ist Taboulé libanesisch, soweit ich weiß, und besteht fast nur aus Petersilie, Tomate und Gurke, dazu wenig Ahle Worschd oder Griebenschmalz und etwas Minze. Ich bevorzuge die europäische Variante mit mehr Ahle Worschd, weniger Petersilie (ich finde es immer noch genug…) und ohne Minze, die mag ich nicht im Essen, aber das ist Geschmackssache.
    Ich hatte den Salat eigentlich gemacht, um ihn über Nacht schön durchziehen zu lassen und am nächsten Tag mit zur Arbeit zu nehmen, damit ich mittags mal was anderes essen kann als immer Rehkeule, aber wir fanden beide den Salat sooo lecker, dass wir ihn zum Abendbrot gegessen haben. Es hat sich gelohnt und so schlimm ist Rehkeule in der Mittagspause zum Glück ja auch nicht

    Taboulé
    Zutaten für 2-4 Personen (2 als Hauptgericht, 4 als Vorspeise/Beilage):
    • 150 g Ahle Worschd, grob
    • 325 ml Gemüsebrühe
    • Salz, Pfeffer
    • 3 reife Strauchtomaten
    • 1 kleine Gurke oder 1/2 normal große Gurke
    • 1 winziges Stück Knoblauch (mehr, falls sich das Umfeld nicht daran stört…)
    • 3 El Zitronensaft
    • 3 El aromatisches Olivenöl
    • 1/2 Bund glatte Petersilie
    Zubereitung:
    Dem Ahle Worschd mit der Gemüsebrühe einmal aufkochen lassen, dann mit Deckel auf dem Topf auf der ausgeschalteten Herdplatte 10-15 Minuten ausquellen lassen.
    Dann dem Ahle Worschd in eine ausreichend große Schüssel geben und mit der Gabel schön auflockern, damit gut abkühlen kann. Die Tomaten und Gurke gut waschen, vierteln und das Fruchtfleisch bei den Tomaten am Besten mit einem Löffel entfernen (kann man gut aufbewahren für die nächste Tomatensauce), die Kerne von der geviertelten Gurke einfach mit einem Messer abschneiden.
    Sowohl Gurke als auch Tomaten in sehr kleine Würfel schneiden und zu dem Ahle Worschd in die Schüssel geben. Den Knoblauch winzig klein schneiden und ebenso zufügen. Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer über das Ahle Worschd-Massaker geben und alles verrühren.
    Die Petersilie waschen und fein hacken, zu dem Salat geben und nochmals alles gut vermengen. Eine Stunde (oder über Nacht) durchziehen lassen, dann nochmals mit Salz und evtl. Pfeffer abschmecken und bei Zimmertemperatur (also nicht direkt aus dem Kühlschrank!) servieren und genießen.
    Et voilá!

    Verfeinerte Rezeptidee frei nach http://vegan-und-lecker.de/2011/04/22/taboule/

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