Fundstück – Postkarten

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Nanu…? fragt sich Herr Boe am 1. Tag des Jahres 2026, was ist denn hier los? Hinter der Kathedrale Notre Dame von Saigon schaut ein schmuckes gelbes Gebäude hervor, das mein Reiseführer als „vollfunktionsfähiges Postamt beschreibt. Auch von innen schön und alt und viel Trubel. Es stellt sich heraus, es gibt hier (verrückte Kombination und einzigartig in Südostasien) am gleichen Platz, so als wäre es erlaubt, Postkarten UND (!!) Briefmarken zu erwerben. Hammer Geschäftsidee. Dass niemand vorher drauf gekommen ist! Postkarten findet man sonst natürlich auch, aber treibe in Asien mal eine vollfunktionsfähige Briefmarke auf…!
Also wird die Chance genutzt und ich schlage zu! Und ich lerne, es gibt auf der Karte jeweils einen speziellen Bereich für den Text, die Adresse und die Briefmarke. Dafür gibt es sogar ein extra Wort: „Frankieren“ heißt das! Toll oder…? Was soll ich sagen: Reisen bildet! So haben Reisende früher offenbar kommuniziert.

Ich verbringe einen Vormittag im Café und schreibe fleißig los. Herr Boe kann nämlich nicht nur Blog, er kann auch Postkarte! Bin schon gespannt, ob ich auch Antworten bekomme. Freu mich schon auf den Moment, wenn der neuseeländische Postbote an meinen Campervan klopft und die Postkarten zustellt. Vielleicht kurbele ich das Fenster ein bisschen runter, damit er sie durch den Spalt einwerfen kann, wenn ich unterwegs bin! Uiii, das wird toll!

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Ein Kommentar zu „Fundstück – Postkarten

    Fundstück – Schnelle Schnalle « tommiboe sagte:
    Januar 3, 2026 um 11:43 am

    […] Auf dem Rückweg von meiner Weihnachtsinsel ist bei meinem großen Rucksack die Schnalle von meinem Hüftgurt gebrochen. Das Ding ist sackschwer (Ha! Wortwitz!), daher die Schnalle von gewisser Gewichtigkeit (Ha! Bäm!).Da ich nun in Ho Chin Minh City bin, mit 14 Millionen Menschen die größte Stadt in Vietnam, habe ich den heutigen Tag der Schnalle gewidmet. Recherchen zu Outdoor-Geschäften haben etliche vage, aber auch verheißungsvolle Treffer ergeben. Es sollte also realistisch sein, so eine Schnalle zu bekommen, denke ich mir.Hin und wieder sind solche kleinen Aufgaben beim Reisen hilfreich und strukturgebend. Während man sonst ja nur banale Touri-Dinge macht, kann man sich so mal um weltliche Dinge kümmern und sei es die Suche und der Kauf einer Rucksackschnalle. Klingt vielleicht komisch, aber Reisende wissen, was ich meine. Im Idealfall beschenkt man sich selbst mit einem kleinen Erfolgserlebnis und man kann einen Haken auf der To Do-Liste setzen.Ein paar mögliche Geschäfte habe ich also gefunden. Bevor ich aber meinen vermeintlichen Joker ziehe, der weiter entfernt in einem anderen Bezirk liegt, schlendere ich zum Russian Market, der sich in fußläufiger Entfernung befindet. In einem großen Gebäude sind viele unterschiedliche Stände. Und anderem sehe ich Outdoor-Kleidung herumhängen. Ich nähere mich mit meiner kaputten Schnalle in der Hand und spreche einen Verkäufer an. Er sieht meine Schnalle, nickt und weist mir den Weg zu einem anderen Stand. Okay. Dort begrüßt mich freundlich und in gutem Englisch ein junge Frau. Sie lächelt mich (oder die Schnalle) an und beginnt direkt, in einer Schublade rumzukruschteln. Zehn Sekunden später hält sie eine Schnalle in der Hand (Tada!). Ich staune. Ist das jetzt wirklich so einfach gewesen…?! Ich lächele erfreut und zücke meine Geldscheine aus der Tasche. Aber da winkt sie ab! Nein, nein, ich muss nichts zahlen! „Happy New Year!“ Da lächele ich gleich noch ein bisschen breiter und stammele ein mühevolles „Chuc mung nam moi“ (und streue noch ein paar Akzente drüber), was zu einiger Heiterkeit in der Runde führt und dann ist mein Tagwerk vollbracht.Verdammt, was mache ich denn jetzt mit dem freien Tag…? Naja, vielleicht schreibe ich einfach ein paar Postkarten…! […]

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