Fundstück – Kampfjets über Karibikinsel

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Fundstück – Kampfjets über Karibikinsel

Als heute morgen Kampfjets über die mexikanische Karikinsel Cozumel donnerten, musste ich mich schon ein bisschen wundern. Müssen jetzt die prächtigen und sensiblen Korallenbänke vom Militär geschützt  werden? Und wenn ja, gegen wen? Gegen Cuba…?

Aber dann erinnerte ich mich. Vorgestern Abend hatte ich mich beim Sonnenuntergang lange mir vier Mexikanern unterhalten, die für ein paar Tage auf die Isla Cozumel gekommen waren, um an einer militärischen Veranstaltung teilzunehmen. Sie arbeiteten alle gemeinsam in einem Militärkrankenhaus. Diese Treffen fanden jedes Jahr auf Cozumel statt.

Als wir an der Strandpromenade mit einem Bier anstießen, deutete einer von ihnen auf die andere Straßenseite, wo sich gerade ein etwa 90jähriger Mann vorbeischleppte. Das sei ein Kriegsveteran. Aus welchem Krieg? fragte ich. Mexikanisch-amerikanischer Krieg…? Oder gab es jetzt auch schon bei den Drogenkriegen Veterane? Nein, tatsächlich handelte sich um einen Veteran aus dem zweiten Weltkrieg. Aha! Da hatte ich ja noch nie etwas von gehört, dass Mexiko aktiv im zweiten Weltkrieg teilgenommen hatte. Aber ich erfuhr, dass Mexiko im Mai 1945 in den Krieg eingestiegen ist und ein Schwadron zur Befreiung der Philippinen entsendet hatte, um dort gegen die Japaner zu kämpfen. Und so gab es heute noch genau vier mexikanische Kriegsveterane, die zu diesen Treffen immer nach Cozumel eingeflogen wurden.

Und hier wurde dieses Jahr das 70jährige Kriegsende begangen und zur Feier durften ein paar Kampfjets über die karibische Insel knattern.

Eine Frage bleibt dabei mal wieder ungeantwortet: Warum gibt es in Deutschland eigentlich keinen offiziellen Feier- und Gedenktag zum Kriegsende? Hätte das nicht Demut und Größe in einem…? In der DDR war der 8.Mai ein Feiertag und, wie ich gerade ins Ohr geflüstert wurde, seit diesem Jahr auch in Brandenburg. Hurra!

Ein Kommentar zu „Fundstück – Kampfjets über Karibikinsel

    Weltfriedens-Bärchen sagte:
    August 20, 2015 um 5:03 pm

    Frau Böttcher, echte Beamtenmentalität….jetzt denk doch mal nach, alte Schwäbin: ein zusätzlicher Feiertag würde den Wirtschaftsstandort Deutschland vollends (sic!) in den Ruin treiben und damit den Weltfrieden gefährden, wenn an noch einem weiteren (Feier-)Tag, also ganze 24h, nicht geschafft würde! Die ganzen friedenserhaltenden Waren- und Dienstleistungen ausser Betrieb…Never touch a running Frieden – wie die alten BWLer-Schlampen sagen würden….Lehrer….mit Revolutionsstern-Kappe…ts..ts…ts..ts
    PS: meine sieht inzwischen schon viel revolutionärer aus …

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