Hongkong

Wow – Aber!

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Wow – Aber!
Oder: Hongkong, die Stadt, die nicht lächelt!


Ich sitze am Airport Hongkong und nehme Abschied von Asien mit einer scharfen Tom Yum Suppe und bei allem „Wow!“, das Hongkong in mir ausgelöst hat, schwingt natürlich die ganze Zeit ein „Aber!“ mit. Denn Hongkong ist längst nicht mehr dieses offene, westliche Hongkong, das es mal war und das der Region und seinen Menschen so gut tun würde. Ja, und auch uns in Europa täte so ein Hongkong als Brückenkopf nicht nur in wirtschaftlicher, sondern besonders in gesellschaftlicher Hinsicht gut. Aber daran wurde in den vergangenen Jahre leider zur Genüge gedreht, geschraubt und geschreddert.
Viel spüre ich als Tourist davon natürlich nicht – wie auch. Es sind eher Kleinigkeiten, wie bei Ein- und Ausreise, die bis ins Kleinste professionell, formell und steril orchestriert ist. Gelächelt wird da nirgends. Auch in Punkto Ordnung und Regelgehorsam: Niemand geht über eine rote Ampel, alle stehen brav und warten, naja, Überwachungskamera hängen ja auch überall („Big Brother is watching you!“ wie man auf Kantonesisch sagt).
Und es sind verdammt wenig Kinder zu sehen. Das fällt mir natürlich besonders auf, nach meinen zwei Monaten in Südostasien. Das natürliche Bevölkerungswachstum von Hongkong ist inzwischen negativ. Lediglich Zuwanderung sorgt dafür, dass die Bevölkerung nicht schrumpft.
Viel mehr ist aber natürlich das, was ich nicht sehe, was nicht mehr da ist! Und das reist natürlich auch wie ein dauerhafter Schatten mit.
Ich weiß nicht, ob die Hongkonger:innen früher fröhlicher waren, keine Ahnung. Bunter, offener und demokratischer war diese Stadt auf alle Fälle. Und das ist einfach sehr schade…

Hongkong – wow!

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Beeindruckend! Das ist wahrscheinlich das treffendste Wort ist das ich für Hongkong übrig habe.
Eigentlich ist Hongkong ja eher zufällig zu mir und meiner Reise gekommen. Nach meiner Südostasien-Zeit war Neuseeland als nächstes großes Highlight geplant und erst bei meiner Suche nach Flügen von Ho Chi Minh City nach Neuseeland, wurden mir merkwürdige Verbindungen über Hongkong angeboten. Liegt eigentlich nicht so ganz auf dem Weg, dachte ich. Aber dann kann ich ja auch ein bisschen dableiben.
Nach meinen Tagen in HCMC allerdings war ich ein kleines bisschen großstadtmüde (lag vielleicht auch an meiner Sylvester-Erfahrung mit zwei Millionen Menschen auf der Straße, auf EINER Straße im engeren Sinne!). Dahingehend war Hongkong sicher nicht die richtige Wahl für meinen Stoppover.

Aber! Nun in Hongkong: Wow! Ich halte es zwar grundsätzlich mit Udo Jürgens und mag griechischen Wein und war noch niemals in New York und bin eigentlich nicht der mega Megacity-Fan. Aber Hongkong ist echt beeindruckend!
An meinem ersten Tag fahre ich auf der Hongkong-Insel mit der Peak Tram zum Peak Tower hoch, von dem man dann die komplette Bucht überblicken kann und das ist dann schon einfach, auch auf die Gefahr mich zu wiederholen, beeindruckend! Heute lass ich einfach mal ein paar Bilder sprechen…!